Studie
Hotel Price Index: Zimmerpreise verharren auf niedrigem Niveau
BERLIN. Die Weltwirtschaft erholt sich. Aber die globalen Hotelpreise stagnieren auch im dritten Quartal 2010 auf sehr niedrigem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr sind die pro Hotelzimmer und Nacht weltweit gezahlten Preise zwischen Juli und September 2010 um durchschnittlich ein Prozent gestiegen. Das besagt der Hotel Price Index (HPI) des Hotelbuchungsportals Hotels.com für das dritte Quartal 2010. Die Daten des HPI basieren nach Unternehmensangaben auf den tatsächlich gezahlten Hotelzimmerpreisen von Hotels.com-Kunden in 91.500 Hotels und 15.750 Destinationen.
Niedriger als 2004
Trotz der leichten Steigerung des weltweiten Hotelpreisniveaus im ersten und zweiten Quartal 2010, waren die von Reisenden gezahlten Zimmerpreise Ende September weiterhin niedriger als 2004. Auch der globale Hotel Price Index lag zum Ende des vergangenen Quartals unter dem zu Beginn der Auswertungen im Jahr 2004 und markierte lediglich 99 Indexpunkte.
„Mit der Rückkehr der Geschäftsreisenden, zeigte das Reisejahr 2010 eine erste, leichte Erholung der Branche“, erläutert Nigel Pocklington, Vice President Global Marketing und Strategie von Hotels.com, die Entwicklung. „Dennoch liegt das allgemeine Niveau aber noch immer unter dem von vor sechs Jahren.
Asien stark betroffen
Am stärksten von der Preisstagnation betroffen war die Hotellerie Asiens. In Europa pendelte sich der Indexwert Ende des dritten Quartals bei 101 Indexpunkten ein, da das Preisniveau während des Untersuchungszeitraums im Vergleich zum Vorjahr auch in dieser Region nur um 1 Prozent anstieg.
Besser sah es dagegen auf dem amerikanischen Kontinent aus, der erste Anzeichen einer Erholung notierte. So stiegen die durchschnittlich gezahlten Zimmerpreise in der Karibik und Nordamerika im Vorjahresvergleich um 4 Prozent, auf 97 beziehungsweise 103 Indexpunkte an. Gewinner des dritten Quartals 2010 war jedoch Lateinamerika, mit einem Preisanstieg um sechs Prozent, auf 110 Indexpunkte. red
