Presseschau
Hotelier des Jahres: Was die Medien berichten
Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 27. Januar (von Brigitte Scherer):
Ein guter PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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„… loben wir lieber die guten Preise. Einer der sympathischsten heißt „Hotelier des Jahres“, er ist jetzt in Berlin zum 22. Mal verliehen worden. Die renommierte Auszeichnung vergibt die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung, Preisstifter ist der Deutsche Fachverlag in Frankfurt, die Jurybesteht aus Fachkollegen. Aber das Wichtigste sind die Kriterien der Wahl: Belobigt werden Kreativität, Leidenschaft und der Mut einer Unternehmerpersönlichkeit, Träume mit Herz und Verstand zu verwirklichen. Da kommen mitunter originellere Charaktere zum Zug wie die frisch zu Hoteliers gekürten Schwager Klaus Schurr und Rolf Straubiner. Das sind zwei handfeste Mannsbilder, die schon mal als „Visionäre vom Rande der Schwäbischen Alb“ gehandelt werden. In zwanzig Jahren und mit einer Investition von neun Millionen Euro verwandelten sie die Ruine der ehemaligen Stauferresidenz Burg Staufeneck in der Nähe Göppingens zu einem komfortablen Burghotel mit regionaler Spitzenküche. Heute beschäftigt ihr Familienbetrieb fünfundsechzig Mitarbeiter. Ihr Zauberwort heißt Authentizität. Dialekt, Familie, Heimat. Auf dem Teller Hefeknöpfle mit dem Besten vom Stallhasen und Kürbis-Bohnen-Salat, auf dem Bett die Zuckerhutparade der Kissen, ein jedes frisch aufgeplustert und dann beherzt auf die Spitze gesetzt. Klaus Schurr, der Manager des Familienbetriebs, der bis 1990 Elektroniker war, und Rolf Straubinger, erst Spitzensportler, dann von Michelin besternter Koch, haben ihre Eigenheiten und Kanten zur Marke gemacht. Ihre Burg hat weder Platz für Freundlichkeitswahnsinn noch für zwanghaftes Anreden mit Namen. Nicht den Gast dauernd fragen, "was wir für ihn tun können, sondern verstehen, was er wünscht." Das ist das Motto. Mit seinem Namen, sagt Klaus Schurr bei seiner Dankesrede, redet man einen Menschen erst dann an, "wenn man ihn kennt". Auf solche Preisträger sind auch wir Gäste neugierig.
Welt online, vom 25. Januar (Bettina Seipp):
Zwei Schwaben sind die Hoteliers des Jahres
Klaus Schurr und Rolf Straubinger von der Burg Staufeneck in Salach erhalten die Auszeichnung für eine geradezu filmreife mittelständische Erfolgsgeschichte.
Burg Staufeneck, wo bitte? Vielen der etwa 1000 Gäste, die im Berliner "Hotel Intercontinental“ der Auszeichnungskür "Hotelier des Jahres“ beiwohnten, werden sich diese Frage gestellt haben. Denn der seit 1990 von der "Allgemeinen Hotel und Gastronomie-Zeitung“ (AHGZ) vergebene und mittlerweile wichtigste Preis der Branche ging in diesem Jahr an zwei eher unbekannte Unternehmer. Allenfalls Gourmets sowie Geschäftsreisende, die öfters im "Ländle“ unterwegs sind, dürfte das hoch über dem Ort Salach in Baden Württemberg thronende Hotel "Burg Staufeneck“ ein Begriff sein. Rolf Straubinger, Küchenchef und Miteigentümer des Hauses, hält seit 20 Jahren ununterbrochen einen Michelin-Stern, steht mit 17 Punkten im Gault Millau, mit vier Sternen im Varta-Führer und war 1997 "Bester Fischkoch der Welt“.
Ein prämierter Fischkoch mitten in Schwaben, wo die Flüsse, wie Rolf Straubinger selbst einräumt, nur wenig Verwertbares für die Küche bieten – es ist dieses Überraschungsmoment, der Findungs- und Unternehmergeist, der auch im Gespräch mit Straubinger und Schurr (siehe Video) spürbar wird, das die hochkarätig besetzte Jury offenbar überzeugte. So wurde das Hotel bereits ein Jahr nach seiner Eröffnung im Dezember 2002 mit fünf Sternen bewertet. Das Restaurant, das die Eltern von Rolf Straubinger aus einer einfachen Gaststätte heraus entwickelt hatten, genoss zu dem Zeitpunkt schon einen hervorragenden Ruf. Als Ausflugsziel war die 1080 – andere Quellen sagen 1240 – erstmals erwähnte Burg bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts in der Region ein Begriff, als die Großeltern von Rolf Straubinger die unbewohnte und halb verfallende Staufer-Feste ab 1926 wieder zugänglich machten und mit der Bewirtschaftung begannen. Für die Familien-Kontinuität weit ins 21. Jahrhundert ist auch gesorgt; Klaus Schurr, der die Schwester Straubingers heiratete und heute für das Hotel-Management verantwortlich ist, hat wie sein Schwager zwei Kinder.
Zwei schwäbische Familien, die aus eigener Kraft aus einer Ruine nach und nach ein erfolgreiches Luxushotel formen, in dem 800 Jahre nach dem Ende der schwäbischen Staufer-Dynastie mit Alt-Bundespräsident Horst Köhler (dessen Vorfahren ebenfalls aus Süddeutschland stammen) wieder ein Regierungsoberhaupt zu Gast war – soviel Symbolhaftigkeit ist tatsächlich selten in der Hotellerie. Dass die zwei ausgezeichneten Hoteliers die Mehreinnahmen aus der umstrittenen gesenkten Mehrwertsteuer), ^ Umsatzsteuer.
weiter mit Mausklick... für Hotelgäste in die Burg Staufeneck reinvestieren, die 44 Zimmer mit Flat und Digital-TV ausstatten sowie zwei neue Mitarbeiter einstellen, vervollständigt das positive Bild. Der mittelständische 70-Mann-Hotelbetrieb, zu dem auch ein CateringLieferung, Versorgung oder Bereitstellung von Speisen und Getränken durch einen Caterer.
weiter mit Mausklick...-Service gehört (Schurr: "Unsere bislang größte Herausforderung war es, in neun Tagen 50.000 Gäste beim Tennisturnier des TC Weissenhof Stuttgart zu verköstigen“), spielt zwar in einer anderen Liga als der Preisträger des vergangenen Jahres, Fred Hürst vom "Grand Hyatt Berlin“. Aber die "Do-It-Yourself-Mentalität“, die die Laudatoren an Klaus Schurr und Rolf Straubinger lobten, kommt den Vergabekriterien des Preises, nämlich Willen zur Kontinuität, Mut zum Risiko, Innovationsfreude und nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg, besonders nahe.

