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Übergaben die Restaurantkarten: (v. li.) Aigner-Geschäftsführer Herbert Beltle, Ursula Heinen-Esser, Marliese Köster, Ernst Fischer und Aigner-Küchenchef Andreas Klitsch. Foto: Bernhard Brügger

Gastronomie

Initiative für Allergiker: "Eine Bitte an den Koch"

27. Mai 2009
von

BERLIN. Damit die 5 Mio. in Deutschland kulinarische Gaumenfreuden unbeschwert genießen können, sind jetzt spezielle Restaurantkarten veröffentlicht worden. Damit weisen die Betroffenen in der Gaststätte den Koch künftig auf die Inhaltsstoffe hin, die nicht in ihren Speisen vorkommen dürfen.

DEHOGA-Präsident Ernst Fischer und Marliese Köster, Bundesvorsitzende des Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) überreichten im Berliner Restaurant Aigner die Restaurantkarten an die Staatssekretärin des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ursula Heinen-Esser.

Unter dem Motto „Eine Bitte an den Koch“ sind in der beim DAAB kostenlos erhältlichen Faltkarte wichtige Hinweise für die Zubereitung der Speisen enthalten. Wer allergisch auf Nüsse, Sellerie, Soja, Erdnüsse, Hühnerei oder Kuhmilch reagiert, übermittelt somit der Küche gleich bei der Bestellung (lebens)wichtige Informationen.

„Denn nur wenn die Unternehmer und ihre Mitarbeiter um die Gefährlichkeit von wissen, können sie sich richtig verhalten“, unterstreicht Ernst Fischer. Fundierte Informationen seien dafür Grundvoraussetzung. Mit der Restaurantkarte unterstützen DEHOGA und DAAB gemeinsam den nationalen Aktionsplan gegen Allergien. Zugleich setzen die Verbände dabei auf Kommunikation statt auf Kennzeichnung.

Denn aufgrund der Vielfältigkeit der Gerichte und Abwechslung auf den Speisekarten sei der Aufwand, stetig neue Auflistungen mit Inhaltsstoffen zu erstellen, für kleinere und mittlere Betriebe kaum realisierbar. Speisekarten wie Inventarlisten eines chemischen Labors zu handhaben, mache keinen Sinn. „Die Auskunftsplicht des Gastronomen gegenüber seinen Gästen ist die einzige praktikable Lösung“, unterstreicht Fischer.

Doch bereits in der zweiten Jahreshälfte könnten die Beschlüsse der EU-Kommission in Brüssel eine Änderung bringen: „Mit der Nährwertkennzeichnung wird auch eine Allergenkennzeichnung loser Ware auf den Weg gebracht“, erklärte Ursula Heinen-Esser. Dies würde dann auch die Gastronomie betreffen.

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Leser-Kommentare zum Artikel (4)

Meister, Paderborn
Meister, Paderborn

29.09.2009 um 12:23

Betreff: Alternative

Eine dritte Möglichkeit zu DZG und DAAB sind die Foodcards, die man sich auf www.delicardo.de bestellen kann. Hier kann man sogar mehrere Allergien miteinander kombinieren und Einzelstoffe hinzufügen. Auch kann man die Karten auf englisch erhalten. Es gibt nach meiner Information 10er und 50er Päckchen ab 9,50 Euro. Schön, dass endlich jemand an die Allergiker denkt!

J?rgen Lindner, Bad Homburg
J?rgen Lindner, Bad Homburg

29.05.2009 um 16:15

Betreff: Alles etwas viel verlangt.

Hallo zusammen, ich finde der schwarze Peter wird den Gastronomen/Köchen zugeschoben. Wie kann es sein, dass ein Naturjoghurt Spuren von Nüssen und Sesam enthalten kann. Dazu gibt es noch unzählige andere Beispiele. Wie wollen Sie dem Gast dies erklären, der muss das Gefühl haben Ihm wird schlechte Ware verkauft, aber die Industrie ist fein raus.Falls mal was passiert. Dies ist meiner Meinung nach ein Unding.

Meister,Peter
Meister,Peter

28.05.2009 um 18:54

Betreff: Eine Bitte an den Koch

Aufgrund der Vielzahl von Allergikern ist es sehr begrüßenswert, dass sich hier einige Unternehmen Gedanken machen. Hier ist besonders das Restaurant Aigner in Berlin mit dessen Küchenchef Herrn A. Klitsch zu erwähnen. Diese sind schon seit Jahren auf die Wünsche der Gäste bzw. der Betroffenen eingegangen. Hier muss man auch erwähnen, dass dies nur in Restaurants geht, die frische Produkte weiter verarbeiten.

Julia, Köln
Julia, Köln

28.05.2009 um 17:23

Betreff: Eine Bitte an den Koch

Guten Tag aus Köln, ich hoffe, es wurde auch in den Karten an Gluten- und Laktosefreiheit gedacht. Wer Fragen dazu hat wendet sich an die DZG in Stuttgart. Viele Grüße