Gastronomie
Initiative für Allergiker: "Eine Bitte an den Koch"
von Bernhard Brügger
BERLIN. Damit die 5 Mio. Allergiker in Deutschland kulinarische Gaumenfreuden unbeschwert genießen können, sind jetzt spezielle Restaurantkarten veröffentlicht worden. Damit weisen die Betroffenen in der Gaststätte den Koch künftig auf die Inhaltsstoffe hin, die nicht in ihren Speisen vorkommen dürfen.
DEHOGA-Präsident Ernst Fischer und Marliese Köster, Bundesvorsitzende des Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) überreichten im Berliner Restaurant Aigner die Restaurantkarten an die Staatssekretärin des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ursula Heinen-Esser.
Unter dem Motto „Eine Bitte an den Koch“ sind in der beim DAAB kostenlos erhältlichen Faltkarte wichtige Hinweise für die Zubereitung der Speisen enthalten. Wer allergisch auf Nüsse, Sellerie, Soja, Erdnüsse, Hühnerei oder Kuhmilch reagiert, übermittelt somit der Küche gleich bei der Bestellung (lebens)wichtige Informationen.
„Denn nur wenn die Unternehmer und ihre Mitarbeiter um die Gefährlichkeit von Allergien wissen, können sie sich richtig verhalten“, unterstreicht Ernst Fischer. Fundierte Informationen seien dafür Grundvoraussetzung. Mit der Restaurantkarte unterstützen DEHOGA und DAAB gemeinsam den nationalen Aktionsplan gegen Allergien. Zugleich setzen die Verbände dabei auf Kommunikation statt auf Kennzeichnung.
Denn aufgrund der Vielfältigkeit der Gerichte und Abwechslung auf den Speisekarten sei der Aufwand, stetig neue Auflistungen mit Inhaltsstoffen zu erstellen, für kleinere und mittlere Betriebe kaum realisierbar. Speisekarten wie Inventarlisten eines chemischen Labors zu handhaben, mache keinen Sinn. „Die Auskunftsplicht des Gastronomen gegenüber seinen Gästen ist die einzige praktikable Lösung“, unterstreicht Fischer.
Doch bereits in der zweiten Jahreshälfte könnten die Beschlüsse der EU-Kommission in Brüssel eine Änderung bringen: „Mit der Nährwertkennzeichnung wird auch eine Allergenkennzeichnung loser Ware auf den Weg gebracht“, erklärte Ursula Heinen-Esser. Dies würde dann auch die Gastronomie betreffen.




Meister, Paderborn
29.09.2009 um 12:23
Betreff: Alternative
Eine dritte Möglichkeit zu DZG und DAAB sind die Foodcards, die man sich auf www.delicardo.de bestellen kann. Hier kann man sogar mehrere Allergien miteinander kombinieren und Einzelstoffe hinzufügen. Auch kann man die Karten auf englisch erhalten. Es gibt nach meiner Information 10er und 50er Päckchen ab 9,50 Euro. Schön, dass endlich jemand an die Allergiker denkt!