Konzerne
InterConti verliert Umsatz und Gewinn
LONDON. Die InterContinenal Hotels Group (IHG) hat im Jahr 2009 einen Umsatzverlust von 19 Prozent hinnehmen müssen. Das teilte das Unternehmen heute in London mit. Die weltweit erzielten Erlöse gingen von rund 1,9 Mrd. Dollar auf rund 1,54 Mrd. Euro zurück. Der operative Gewinn sank von 549 Mio. Dollar auf 363 Mio. Dollar (-33,9 %). Die Ergebnisse spiegeln – so das Unterehmen – das schwierige wirtschaftliche Umfeld im Jahr 2009 wider.
Der RevPar (Erlös pro verfügbarem Zimmer) ist um 14,7 Prozent zurückgegangen. Sowohl der durchschnittliche Zimmerpreis als auch die Belegung seien gesunken. Im 4. Quartal sei allerdings eine leichte Besserung der Belegungrate zu verzeichnen gewesen.
Dennoch wächst das Unternehmen weiter: Fast 27.000 neue Zimmer sind im vergangenen Jahr dazugekommen, ein Plus von 4,3 Prozent. Auf jetzt 4438 Hotels mit 646.679 Zimmern.
Ein Blick auf die Märkte in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) zeigt, dass dort Erlöse und operativer Gewinn ebenfalls gesunken sind. Ohne Berücksichtigng von Sondereinflüssen und Währungsschwankungen ging dort nach IHG-Angaben der Umsatz zurück um 23,4 Prozent auf 397 Mio. Dollar und der operative Gewinn um 25,7 Prozent auf 127 Mio. Dollar. In allen EMEA-Regionen ist der RevPar gesunken. Von 9,8 Prozent in Großbritannien bis hin zu 17,8 Prozent in Mitteleuropa.
In der EMEA-Region sind 2009 3589 Zimmer hinzugekommen (20 Hotels). Jetzt sind dort fast 700 Hotels mit mehr als 120.000 Zimmern auf dem Markt. Am meisten zum Wachstum beigetragen haben Häuser der Marken Holiday Inn und Holiday Inn Express, die zusammen für mehr als 65 Prozent der Neueröffnungen stehen. Crown Plaza verfügt 2009 über 7 Prozent mehr Zimmer als im Vorjahr.
In Planung sind in den EMEA-Ländern 152 Häuser. Besonders nachgefragt: Hotels der Mittellklasse Die Lifestyle-Marke Indigo findet sich vier Mal in der Pipeline, darunter mit zwei Häusern im London.
InterConti-CEO Andrew Cosslett kommentiert die Zahlen folgendermaßen: „Das Jahr 2009 hat die ganze Branche vor große Herausforderungen gestellt. Im vierten Quartal lief es tendenziell ein wenig besser und die Belegung hat sich stabilisiert. Allerdings bleiben die Zimmerraten unter Druck. Solange die Geschäftreisenden nicht in großem Stil wieder zurückkehren, wird das Hotel-Geschäft hart bleiben."
Cosslett blickt aber zuversichtlich in die Zukunft: „Unser Geschäftsmodell hat seine Widerstandsfähigkeit im Abschwung bewiesen. Wir sind weltweit aktiv, kraftvoll, und wir haben attraktive Marken. Ich gehe davon aus: Wenn der Aufschwung kommt, werden wir profitieren.“


