DEHOGA
Krise und schlechtes Wetter: Gastwirte und Hoteliers leiden
von Uwe Lehmann
BERLIN. In stürmischen Gewässern bewegt sich das Gastgewerbe im Jahr 2010. Dies machte Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA), auf der Jahrespressekonferenz in Berlin anlässlich der Vorstellung des aktuellen Branchenberichts deutlich.
„Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise, der harte und schneereiche Winter und das schlechte Wetter im Frühjahr haben unsere Branche schwer getroffen“, erläuterte Fischer. Die Ertragssituation der Betriebe sei weiterhin sehr kritisch. So hätten von Oktober 2009 bis März 2010 58,7 Prozent der Hoteliers und fast zwei Drittel der Gastronomen Ertragsrückgänge verzeichnet.
Kaltes Frühjahr
„Das kalte und nasse Frühjahr hat die Situation noch verschärft“, so der Präsident, „beispielsweise hat die Außengastronomie teilweise noch gar keinen Umsatz gemacht.“ Diese Umsatzverluste seien auch im Sommer kaum noch aufzuholen, eine Ausdehnung der Öffnungszeiten der Freiluftgastronomie bis Mitternacht sei deshalb umso wichtiger, so Fischer.
Der DEHOGA-Präsident forderte angesichts der schwierigen Branchenlage, die Mehrwertsteuersenkung und die damit verbundene Steuergerechtigkeit in Europa nicht weiter in Frage zu stellen. „Die Mehrwertsteuersenkung wirkt“, betonte Fischer, „unsere Betriebe investieren in Preissenkungen, Investitionen und nicht zuletzt in ihre Mitarbeiter.“


