In eigener Sache
Mutmacher im Doppelpack
STUTTGART. Messen sind so feinfühlig wie ein Seismograf. Jede noch so kleine Veränderung im Markt wird registriert. Noch vor den Umsätzen rangiert die gefühlte Lage. Flop oder top? Investieren oder doch resignieren?
Am Ende eines langen Winters ist eine so sensible Branche wie das Gastgewerbe auf eine optimistische Grundstimmung angewiesen. Und eben die hat sich auf den Klassikern im Messegeschäft für Hotellerie und Gastronomie eingestellt.
ITB Berlin: Beim Aufgalopp der Reisebranche ist die gute Stimmung mit Händen zu greifen. Das Reiseziel Deutschland hat sich im Krisenjahr 2009 wacker geschlagen. Die Deutsche Zentrale für Tourismus sieht die Talsohle beim Incoming durchschritten. Die Urlaubsdestinationen zwischen Zugspitze und Kap Arkona haben sich tapfer gehalten. Das Wort von der „neuen Lust auf Deutschland“ beflügelt die Branche. Und es zahlt sich aus, dass in deutschen Landen ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis an der Tagesordnung ist.
Internorga Hamburg: Die Leitmesse für den Außer-Haus-Markt ist ihrer Funktion als Impulsgeber für das noch junge Jahr einmal mehr nachgekommen. Volles Haus: Mehr als 1000 Aussteller aus 24 Ländern haben das Fachpublikum mit neuen Produkten und Dienstleistungen überrascht. Die Internorga-Botschaft als Telegramm: Technik wird intelligenter, Bio bleibt wichtiges Thema, Zusatzstoffe sind verpönt und je weniger Fett, desto besser. Die Entlastung bei der Mehrwertsteuer hat sich als aufputschendes Element erwiesen: als Doping für Investitionen. Dokumentiert in der von Messe und AHGZ erstellten Studie „Hotelinvest 2010“. Demnach wollen rund drei Viertel der Befragten die Steuerersparnis zur Qualitätsverbesserung der gästerelevanten Bereiche wie Zimmer oder Bäder einsetzen.
Zwei Messen – eine Botschaft: Die Branche nimmt wieder Fahrt auf.


