Gastronomie
Nach TV-Sendung: Gastronom Zielscheibe von Drohattacken
von Thomas Klaus
BRAKE (Landkreis Wesermarsch). Vor rund einem Jahr stand der Braker Gastronom Michael Laaken vom Restaurant Weserlust im Zentrum einer Ausgabe der RTL-Serie „Rach, der Restauranttester". Und seitdem hat sich sein Leben verändert - allerdings eher zum Negativen. Denn der Gastronom, der das Lokal seit 2003 führt, wird seit längerer Zeit per Brief und Telefon bedroht und beschimpft. Das passiert kontinuierlich seit einigen Monaten. Dabei scheint es nicht nur einen einzigen Täter zu geben, sondern mehrere, die unabhängig voneinander agieren.
Von der Polizei hat Michael Laaken nach eigenen Angaben nichts zu erwarten - und das, obwohl sogar seine vierjährige Tochter telefonisch sexuell bedroht worden sei. So lange nichts passiert sei, könne nichts unternommen werden, habe die Aussage der Ordnungshüter gelautet. Diese hätten allerdings bestätigt, dass manche der Briefe und Anrufe strafrechtlich von Interesse seien.
Ein anderer Fall, der mit "Rach, der Restauranttester" allerdings nichts zu tun hat, ist folgender: Unter den Mietköchen in Deutschland macht sich Unmut breit. Ein Bericht in der Sendung RTL Extra vom 8. Februar 2010 ist in der Branche auf wenig Gegenliebe gestoßen. Unter dem Aspekt, das Preis-Leistungs-Verhältnis von Mietköchen testen zu wollen, wurden Mietköche bei versteckter Kamera in eine Privatwohnung gelockt. Der erste Mietkoch, vom Sender als "Ekelkoch" tituliert, pinkelte vor laufender Kamera unter anderem in eine Kaffeetasse.
Für Ingo Hahnen aus Brühl ein Skandal. Selbst Mietkoch, will Hahnen nicht mehr hinnehmen, dass Rach und der Sender RTL "eine ganze Branche diffamieren." Hahnen ist aktiv geworden und hat die Homepage www.KoecheMafia.de ins Leben gerufen. Sein Wunsch: Alle Gastronomen, Köche, Mietköche und Privatleute, die sich von diesem Bericht und von dem "Ekelkoch" distanzieren, mögen sich dort eintragen.


