Rauchverbot
Neue Hoffnung für Einraumkneipen
HAMBURG. Der Leidensdruck schafft sich ein Ventil: 16 Hamburger Verbände und Institutionen machen gemeinsam Front gegen ein vom Gesundheitsausschuss der Bürgerschaft geplantes absolutes Rauchverbot in der Hansestadt (AHGZ vom 28. Februar).
Sie wollen damit auf die Konsequenzen hinweisen. „Mehr als 100 Kleinstbetriebe müssten schließen und Arbeitsplätze in vierstelliger Höhe würden unwiederbringlich verloren gehen“, sagt Rose Pauly, Präsidentin des DEHOGA Hamburg.
Auch Hamburger Unternehmer wie der Kaffeeröster Albert Darboven und der Hotelier und Systemgastronom Eugen Block setzen sich für das Bündnis ein – und das, obwohl sie selbst nicht rauchen. „Ein absolutes Rauchverbot passt nicht zu einer Weltstadt wie Hamburg“, sagt Darboven. Durch ein totales Rauchverbot würde Hamburg eine gesetzliche „Insellösung“ in Deutschland schaffen.
Voraussetzung für ein absolutes Rauchverbot wäre eine völlige Neukonzeption des Gesetzes unter Verzicht auf jegliche Ausnahmen. Und das könnte eine neue Klage des DEHOGA beim Bundesverfassungsgericht nach sich ziehen. „Man sollte das Verfassungsgericht nicht herausfordern“, sagt Gregor Maihöfer, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Hamburg.

