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Rauchverbot

Raucher triumphieren: Sie dürfen in Nebenräumen und Zelten wieder qualmen

Branchenpolitik

Rückzieher in Bayern: Das strikte Rauchverbot ist vom Tisch

15. Oktober 2008
von  Alexandra Leibfried

MÜNCHEN. Das bundesweit strengste in der Gastronomie wird gelockert. CSU und FDP haben sich bei ihrer Koalitionsverhandlung auf moderatere Regelungen geeinigt. Der designierte Ministerpräsident Horst Seehofer kündigte an, dass in Einraumlokalen, geschlossenen Nebenräumen sowie Bierzelten künftig wieder geraucht werden darf. Seehofer bezeichnete die neuen Regeln als „optimale Verbindung zwischen Gesundheitsschutz und Praktikabilität". Die Euphorie will man beim Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (BHG) noch nicht teilen. „Wir warten auf konkrete Details, bevor wir das Ergebnis werten", so Sprecher Frank-Ulrich John gegenüber der AHGZ. Bayerns CSU-Landesregierung hatte vor einem Jahr das strengste Nichtraucherschutzgesetz in Deutschland erlassen. Der Prüfung in Karlsruhe durch das Bundesverfassungsgericht hielt das Gesetz stand, die Wähler jedoch straften die Partei bei der Landtagswahl im September ab.


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Leser-Kommentare zum Artikel (2)

gastronaut, münchen
gastronaut, münchen

18.10.2008 um 10:47

Betreff: Lockerung des Rauchverbots

@ Schneider, Nürnberg: Intollerante, militante Nicht-Raucher wie Sie, liebe(r) Schneider, übersehen gerne, daß: 1) die Tabakindustrie und deren Kunden (also die Raucher) direkt (Produktion, Vertrieb) und indirekt (Handel, Gastronomie, Gesundheitswesen, Zoll- und Finanzverwaltung) Zehntausende von Arbeitsplätzen sichern, 2) die Raucher mit der Tabaksteuer einen erheblichen Beitrag zum Steueraufkommen der BRD leisten, und 3) es jedem Menschen mit mit auch nur etwas Hirn freisteht, selbst zu entscheiden, ob er ein Raucherlokal betritt oder nicht. Daß Politiker "machtgeil" sind, wie Sie es ausdrücken, stimmt zwar, aber Ihre Wortwahl verrät schon, wes Geistes Kind Sie sind. Daher verdrehen Sie auch Tatsachen, weil es Ihnen ins Konzept paßt: Die Raucher haben sich nicht an das Rauchverbot in Bayern gewöhnt, im Gegenteil! Nirgends sonst gibt es so viele Raucherclubs wie hier. Die Raucher haben sich, im übrigen mit den Gastronomen und deren Angestellten GEMEINSAM, ihren Widerstand auf diese Art organisiert und zusätzlich die CSU bei der Wahl abgestraft. Allein 6%-Punkte des Wahlverlustes kam von den Rauchern und aus der Gastronomie, das können Sie an entsprechender Stelle nachlesen. Und zu guter letzt: obwohl "nur" Genuß-Raucher, der im Monat nur max. 2-3 Cigarren, und 5-6 Pfeifen konsumiert, sehe ich das "Nichtraucherschutzgesetz" eher als RAUCHER-DISKRIMINIERUNGS-GESETZ. Sie werden es nicht erklären können, warum der Tabak-Anbau in der Pfalz von der EU subventioniert wird und der Staat an der Tabaksteuer erheblich profitiert, aber gleichzeitig die Raucher von eben selbigem Staat und von selbiger EU geschulmeistert werden, um sie vom Rauchen abzubringen. Wäre es nicht besser gewesen, bei der laufenden Gesundheitsreform es für die Allgemeingeit so zu handhaben, wie es die PKV bereits durchführt: jeder, der seine Gesundheit mutwillig gefährdet, zahlt einen Risikozuschlag, der je nach Gefahr staffelt. Betroffen sind davon: Raucher, Skifahrer, Snowboarder, (Inline-)Skater, Fußballer, Paraglider, Fallschirmspringer und andere Risikosportler, sowie jeder, der Punkte in Flensburg wg. Drogen am Steuer oder Drängeln hat. Fazit: Es steht jedem frei zu rauchen oder nicht. Es steht jedem frei, als Wirt sein Lokal für den Tabakkonsum zu öffnen oder nicht (wozu Sie anscheinend ja nicht den Mumm hatten). Und es steht jedem als Konsument frei, ein Lokal aus diesem Grunde zu betreten oder nicht. Schade, daß die Zeiten, als man allgemein bei Tisch AUS ANSTAND selbstverständlich NICHT geraucht hat, sondern dies anschließend in einen anderen Teil der Lokalität verlegte, vorbei sind.

Schneider, Nürnberg
Schneider, Nürnberg

16.10.2008 um 20:53

Betreff: dossier, rauchen, bayern, rueckzieher

Man sieht wie Machtstreben die Menschen verändert. Werte, Prinzipien, Parteifreunde und (endlich freiatmende) Gastronomen und deren Mitarbeiter werden verraten und verkauft um auf dem leichtesten Weg Erfolg zu verzeichnen. Gerade als sich alle - auch die Raucher- an die Regelung gewöhnt haben, benutzen machtgeile Politiker das Nichtrauchergesetz als Stufe die Spitze zu erklimmen. Was folgt sind (einkalkulierte) Klagen, vorprogrammierter Ärger zwischen Rauchern und Nichtrauchern im Lokal, bei dem der Wirt zwischen zwei Fronten steht und ...stinkende Lokale! Alles schon da gewesen, darauf kann ich gut verzichten. Nur weiter so mit dem Schlingerkurs, bei der nächsten Wahl wird's sicher erst richtig gedankt!

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