Kommentar
Schlemmen ohne Bauchschmerzen
Essen ist Lebensfreunde? Als Allergiker kann man das nicht behaupten, zumindest, wenn man sich in vielen Restaurants hierzulande umschaut. Spätzle mit ordentlich Käse, Maultasche mit Schmelz, Salate mit Joghurtdressing: Als Allergiker, der keine Laktose verträgt, kann einem die Freude an der schwäbischen Küche schnell abhanden kommen. Es drohen Durchfall, Erbrechen, Husten, Atemnot oder Hautausschlag.
Die meisten Restaurants und Cafés bieten nicht einmal einen Capuccino mit laktosefreier Milch an. Von glutenfreiem Gebäck ganz zu Schweigen. Wenn das Servicepersonal einen dann noch verständnislos anschaut und Sonderwünsche nicht Ernst nimmt, sinkt die Lust, in ein Restaurant einzukehren, gegen Null.
Dabei ist der AufwandDer Einsatz oder die zu erbringende Leistung, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen .
weiter mit Mausklick... nicht besonders groß. Allergikerprodukte sind kaum teurer – und es bedarf nicht viel, um einen Allergiker glücklich zu machen. Balsamico- statt Joghurt-Dressing, Öl statt Butter beim Anbraten, eine kleine Auswahl an laktosefreiem Käse und glutenfreiem Brot (Leseprobe und weitere Informationen zum Buch "Brot"). Systemer zeigen, wie es geht. Starbucks und Mc Donalds etwa bieten ihre Kaffeespezialitäten auch mit laktosefreier und Sojamilch an. Damit sind diese Ketten auf einem weiteren Feld die Trendsetter und bei Allergikern beliebt.
Einheimische Gastronomen können sich daran orientieren, sollten die Herausforderung annehmen und die Umsatzchancen nutzen. Denn Allergiker sind dankbare Gäste. Solange das Gros der Gastgeber nicht auf sie eingestellt ist, werden sie an den wenigen Restaurants, die gluten- und laktosefreie Speisen anbieten, umso mehr Freude finden. Wer als Gastronom einige Gerichte ohne Gluten und Laktose zubereitet, kann schnell zum Lieblingsrestaurant dieser ZielgruppeEine von der Marketingabteilung oder vom Unternehmer festgelegte Auswahl von Marktteilnehmern, an die sich ein Angebot oder eine Maßnahme richtet .
weiter mit Mausklick... avancieren. Keine Frage, hier liegt eine Marktlücke für pfiffige Gastronomen.

