Hotellerie
Seetel will weiter wachsen
von Svenja Alberti
USEDOM/BERLIN. Die Seetel Gruppe hält weiter an ihren Expansionsplänen fest. So will das Unternehmen im Sinne des im Februar verstorbenen Seniorchefs Burghardt Seelige-Steinhoff die beiden Großprojekte an der Strandpromenade im Kaiserbad Bansin so schnell wie möglich realisieren. Eine Finanzierungszusage liegt vor, die Baugenehmigung fehlt aber noch. Das gab Rolf Seelige-Steinhoff, Geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsleitung der Seetel Hotel GmbH & Co. Betriebs KG, auf der ITB 2010 bekannt.
"Lassen Sie uns nicht so viel über die Krise reden, sondern lieber dafür sorgen, dass Geld in Umlauf kommt", fordert Rolf Seelige-Steinhoff im Gespräch mit der AHGZ auf. Mit den Ergebnissen des vergangenen Geschäftsjahres ist der Hotelier zufrieden: "Wir haben von dem Trend „Urlaub in Deutschland" durchaus profitiert." Mecklenburg-Vorpommern sei als Urlaubsziel bei den Deutschen sehr beliebt. Und auch die Insel Usedom gewinne immer mehr an Attraktivität. "Davon profitieren vor allem unsere Familienhotels und Ferienanlagen", so der Seetel-Chef. Allerdings sei das Geschäft im Luxussegment deutlich schwieriger geworden.
Mit insgesamt 16 Betrieben verbesserte Seetel im Jahr 2009 den Umsatz von 26,7 Mio. Euro auf 26,8 Mio. Euro. Bei einer stabilen Belegung von rund 70 Prozent und einem gestiegenen Netto-Zimmerdurchschnittspreis auf 85,69 Euro (Vorjahr: 84,49 Euro), erzielte die Gruppe einen RevPar (Umsatz pro verfügbarem Zimmer) von 66,31 Euro (Vorjahr: 64,00 Euro). Seetel investierte im vergangenen Jahr zur Instandhaltung der Häuser und Verbesserung der Produkte rund 3 Mio. Euro. Das Hotelunternehmen beschäftigt zu Spitzenzeiten rund 450 Mitarbeiter, davon 90 Auszubildende.
Für 2010 hat Rolf Seelige-Steinhoff sich vorgenommen, „2009 zu toppen und noch besser zu werden". „Die ersten zwei Monate des Jahres taten weh. Das Ostergeschäft sieht gut aus. Nach Ostern gibt es noch eine kleine Delle, die wir hoffentlich mit kurzfristigen Buchungen ausbügeln können", fasst der Seetel-Chef gegenüber der AHGZ zusammen. Die Senkung der Mehrwertsteuer gebe der Hotellerie Sicherheit, so Seelige-Steinhoff. Wir haben die Reduzierung teilweise weitergegeben." So hat die Gruppe direkt nach der Entscheidung im neuen Jahr einen Mehrwertsteuervorteil in Höhe von 7 Prozent (auf die Preisliste für Übernachtung inkl. Frühstück) an Gäste und Kunden weitergegeben.
„Wir werden langfristig unser Geschäft sichern und ausbauen", kündigt Seelige-Steinhoff an. Das bedeute, eine solide Basis für das weitere Wachstum der Gruppe zu schaffen. Zu dem Erfolgsrezept der Gruppe gehöre konstantes Investieren und Expandieren. „Erfolg ist das Erreichte eines selbst gesteckten Ziels", so der Geschäftsführer.
Mit den geplanten Groß-Projekten auf Usedom, dem Grandhotel Kaiserstrand (130 Zimmer & Suiten, authentisches Ayurveda Zentrum, Restaurants und Tagungsräumen), dem Mare Balticum Suite Resort (70 Suiten/Apartments) und dem Mitarbeiter-Haus wird das Portfolio der Seetel Gruppe ergänzt. Die Familie Seelige-Steinhoff investiert mehr als 70 Mio. Euro aus eigener Kraft.
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