Hotellerie
Spitzenservice: Dienstbarer Geist erscheint auf Knopfdruck
STUTTGART. Bademantel, Bügelbrett oder ein besonderes Kissen – egal welchen Wunsch ein Gast hat, ein Tastendruck am Telefon genügt, und der „Kümmerer“ vom Dienst, oder die Hausdamenabteilung, meldet sich. Mal heißt die Taste „Service Express“ (Westin), „Magic Button“ (Millennium Hilton Bangkok) oder „One Touch Service“ (Radisson). Der dienstbare Geist kümmert sich um alles, was der Gast begehrt. Allerdings: Auch in der gehobenen Hotellerie ist nicht mehr jeder Service selbstverständlich.
Die Wunschliste der Gäste dagegen ist lang. Auch Kondome müssen die Mitarbeiter vom One Touch Service im Radisson Luzern gelegentlich besorgen. Da der Kümmerer sprachkundig ist, lösen sich auch Kommunikationsprobleme: Im Imperial Tokio werden die Gäste sogar in ihrer Muttersprache betreut. Ist das nicht möglich, spricht der Kümmerer wie etwa im Millennium Hilton Bangkok gut verständlich Englisch.
Espressomaschinen im Zimmer
In der namibischen Lianshulu Lodge servieren die Mitarbeiter den Gästen den „Early Morning Tea“ zum Sonnenaufgang am Bett. Diese liebenswerte Tradition halten nur wenige Gastgeber aufrecht. Moderne Hotelketten stellen ihren Gästen lieber Espressomaschinen und Wasserkocher zum selbst Aufbrühen ins Zimmer. So gehört zum Blick auf die Themse im schicken Swissotel The Howard in London eine vollautomatische Saeco-Kaffeemaschine zum Zimmerstandard.

