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Tourismus

Studie: Deutsche wollen bei Reisen nicht sparen

14. Januar 2009

HAMBURG. Finanzkrise hin oder her: Die Europäer geben im ersten Halbjahr dieses Jahres
voraussichtlich fast 5,3 Mrd. Euro für Reisen aus. Das ist das Ergebnis einer
aktuellen Studie des Internet-Medienunternehmens Travelzoo. Am wenigsten von der aktuellen Finanzlage beeindrucken lassen sich die Deutschen. Sie planen die höchsten Ausgaben pro Person und Reise, sind am wenigsten von allen Europäern bereit, in Sachen Reisen auf etwas zu verzichten.

Durchschnittlich 656 Euro kalkulieren die Deutschen pro Person und Reise. In 22 Regionen der Länder Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Spanien wurden die Leser des Travelzoo-Newsletters „Top 20“ nach ihren Reiseplänen befragt. 95 Prozent der 2,2 Mio. Leser gaben an, im ersten Halbjahr 2009 mindestens eine Freizeitreise zu planen.

Hierfür werden voraussichtlich rund 5,27 Mrd. Euro ausgegeben. Das ist so viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Spanier und Franzosen kommen nach den Deutschen an zweiter und dritter Stelle, geben durchschnittlich 559 beziehungsweise 537 Euro pro Person und Reise aus. Mehr als 35 Prozent aller befragten Konsumenten bekunden überdies die Absicht, in den nächsten sechs Monaten sogar zwei oder drei Freizeitreisen zu unternehmen.

Auch über das unterschiedliche Buchungsverhalten der Europäer sagt die Travelzoo-
Studie etwas aus: Deutsche und Briten planen am weitesten voraus, wollen ihre Reise bereits drei Monate vor Antritt buchen. Die französischen Befragten legen sich im Schnitt zwei Monate vorher fest. Die meisten Spanier buchen frühestens einen Monat im Voraus.

Besonders eifrig zeigen sich im innerdeutschen Vergleich die Befragten aus Hamburg und Köln. Sie geben die höchsten Ausgaben pro Reise und Person an. Berliner und Hamburger planen dafür am weitesten voraus, buchen knapp beziehungsweise rund 90 Tage vor Antritt einer Reise.

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