Verbände
Systemgastronomie will Image verbessern
von Wolf Günthner
MÜNCHEN. Mit der Unterzeichnung der "Charta der Systemgastronomie" wollen die Mitglieder des Bundesverbandes der Systemgastronomie (BdS) ihr Image verbessern. Die Charta sei ein klares Bekenntnis zur Tarifbindung, erklärte der BdS-Vorsitzende Wolfgang Goebel, der gleichzeitig auch Personalvorstand bei McDonald's Deutschland ist.
Goebel wertete die Vereinbarung als Zeichen aller verantwortungsvollen Arbeitgeber der Branche. Dieses Signal richte sich auch an den Nachwuchs in den Unternehmen. Die Unterzeichner würden zusammen 3000 junge Menschen ausbilden, wobei eine faire tarifliche Vergütung unerlässlich sei. Außerdem werde mit der Charta die Verantwortung unterstrichen, die die Unternehmen der Systemgastronomie "als markenstarke Dienstleister" gegenüber Gästen, Mitarbeitern und Geschäftspartnern haben.
Ferner werde durch die Vereinbarung der hohe Qualitätsanspruch untermauert. Nur durch die zuverlässige Zusammenarbeit mit ausgewählten Geschäftspartnern könnten die hohen Produkt- und Servicestandards, die die Branche auszeichnen, gehalten werden. "Das Verhalten jedes einzelnen Unternehmers ist geeignet, das Bild der gesamten Branche der Systemgastronomie zu prägen", sagte BdS-Hauptgeschäftsführerin Valerie Naumann. Deshalb sei es wichtig, dass die Charta klare Maßstäbe und Spielregeln nennt; diese würden die Qualität der unterzeichnenden Systeme deutlich machen und so ihr Ansehen in der Öffentlichkeit weiter stärken, ist Naumann überzeugt.
Als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband ist der BdS die Interessenvertretung der Systemgastronomie Deutschlands und Tarifpartei für rund 90.000 Beschäftigte. Zu seinen Mitgliedern zählen die Marken McDonald's, Burger King, KFC, Pizza Hut, Vapiano, Maxi Autohöfe und San Francisco Coffee Company.
