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Hat gut lachen: Mc Donald's-Chef Bane Knezevic hat Deutschlands größtes Gastro-Unternehmen gut aufgestellt Foto: Mc Donald's

Gastronomie

Top-100-Gastronomen machen mehr Umsatz

12. März 2010
von  

FRANKFURT/M. Die großen Gastronomie-Unternehmen in Deutschland haben das Krisenjahr 2009 weitgehend unbeschadet überstanden. Zu diesem Ergebnis kommt die Wirtschaftsfachzeitschrift food-service in einer exklusiven Branchenerhebung. Demnach erwirtschafteten die 100 führenden Gastronomen Deutschlands im vergangenen Jahr Gesamterlöse von 10,4 Mrd. Euro – ein leichtes Plus von 1,1 Prozent.

Wegen der wirtschaftliche schwieriegn Lage  war das Wachstum allerdings deutlich schwächer als im Jahr 2008, viele Firmen hatten sogar rückläufige Umsätze. Insgesamt 65 Prozent der Unternehmen melden Zuwachsraten, 31 Prozent müssen hingegen ein Umsatzminus hinnehmen. Zum Vergleich: 2008 konnten noch 72 Prozent der 100 größten Gastronomen Zuwächse verzeichnen, 23 Prozent meldeten ein Minus.

Nichtsdestotrotz bleiben Markenführung, Marktstellung und der hohe Organisationsgrad der wichtige Erfolgsfaktoren. Mit Blick auf Daten des Statistischen Bundesamts wird deutlich, dass die großen Unternehmen deutlich besser abschneiden als das Gros der Wirte. Die gesamte Gastronomie in Deutschland verbuchte 2009 ein nominales Minus von 3,3 Prozent und ein reales Minus von 5,2 Prozent.

Allein die Top 5 haben im Jahr 2009 mehr als 5 Mrd. Euro Umsatz gemacht.  Marktführer bleibt McDonald's. Etwa 973 Mio. Gäste besuchten 2009 eines der 1361 deutschen McDonald's-Restaurants, das sind eigenen Angaben zufolge 3,2 Prozent mehr Gäste als im Vorjahr. „Unsere Erlöse kletterten um 2,6 Prozent auf 2,909 Mrd. Euro“, so Deutschland-Chef . Mit der Steigerung im generell schrumpfenden Marktumfeld (Außer-Haus-Verzehr ohne klassische Gastronomie) habe McDonald's Deutschland seinen Vorsprung bestätigt. Es folgen , LSG Sky Chefs, Autobahn Tank & Rast, Nordsee und Subway, gefolgt von Metro, Ikea, SSP und Aral.

Aufsteiger sind Unternehmen wie Aramark (Platz 30, Vorjahr 37), Shell (Platz 19, Vorjahr 22), Kamps (Platz 17, Vorjahr 21) und Gate Gourmet (Platz 16, Vorjahr 20), die ihren Umsatz deutlich steigern konnten. Ebenfalls auf Wachstumskurs: . Die Restaurants des Unternehmens mit Sitz in Bonn steigerten den Deutschlandumsatz im vergangenen Jahr um 31,5 Prozent. „2009 war für uns ein sehr erfolgreiches Jahr. Wir konnten Meilensteine setzen“, so das Fazit von , Vorstand bei Vapiano. Die Top 100 des Rankings setzen sich folgendermaßen zusammen: 54,8 Prozent Quickservice, 23,2 Prozent Verkehrsgastronomie, 6,2 Prozent Freizeitgastronomie, 6 Prozent Handelsgastronomie, 5,7 Prozent Fullservice sowie 4,1 Prozent Event-Catering.

Erfreulich: Für das laufende Jahr herrscht mehr Optimismus als vor zwölf Monaten (Befragungszeitpunkt: Januar). Anfang des Jahres erwarteten 62 Prozent der Unternehmen bessere Umsätze. Im Vorjahr waren es lediglich 45 Prozent. Im Gegensatz dazu befürchten 16 Prozent schlechtere Erlöse. Im Vorjahr waren es noch 33 Prozent. Auch bei Gästezahlen, Durchschnittsverzehr und Gewinn sind die Einschätzungen positiv.

Wichtige Zukunftsthemen für die großen Gastronomie-Unternehmen sind laut der Zeitschrift food-service Aspekte wie Personalkosten und Mitarbeiterführung, gefolgt von Ertrags- und Umsatzoptimierung.

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