Mindestlohn

Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Bundesverbandes

© DEHOGA Bundesverband

Mindestlohn-Anhebung

"Überbietungswettbewerb ist unverantwortlich"

8. Januar 2016

STUTTGART/BERLIN. Ein Jahr nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes von 8,50 Euro plädieren Verdi, NGG und Bundesarbeitsministerin für eine Anhebung auf 10 Euro. , Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA
weiter mit Mausklick...
-Bundesverbandes, betont gegenüber der AHGZ:  „Ich halte einen solchen Überbietungswettbewerb zur Anpassung der Mindestlohnhöhe für unverantwortlich und zudem für absprachewidrig. Es gibt eine Mindestlohnkommission, deren Mitglieder Mitte des Jahres 2016 über diese Frage hoffentlich verantwortungsvoll entscheiden werden. Wir alle können uns glücklich schätzen, dass wir 2015 eine robuste Konjunktur hatten und sich der Arbeitsmarkt so positiv entwickelt hat. Auch vor diesem Hintergrund wäre es verfehlt, jetzt schon eine abschließende BilanzGegenüberstellung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten eines Unternehmens, mit dem Ziel, das Eigenkapital als Restgröße zu ermitteln.
weiter mit Mausklick...
zu ziehen und Erhöhungen das Wort zu reden.“

Angestoßen hatte die Debatte der im vergangenen September wiedergewählte Verdi-Chef Frank Bsirske. Auch Michaela Rosenberger, die für die Arbeitnehmer in der Mindestlohnkommission sitzt, plädiert für eine schnelle Erhöhung. "8,50 Euro pro Stunde sind kein Lohn, von dem es sich in Deutschland wirklich leben lässt", so die Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles betonte kürzlich gegenüber der Rheinischen Post: Es gehe Deutschland ökonomisch gut und die Löhne seien gestiegen. Davon solle auch der profitieren. lef


ThemenalarmKommentierenDrucken
Jetzt soll es schnell gehen: Die Verordnung wird nächste Woche auf den Weg gebracht
Auch interessant

Die neue Verordnung kommt schnell

Die Lockerungen bei der Dokumentationspflicht werden nächste Woche per Verordnung auf den Weg gebracht. Die Branche fordert weitere Anpassungen, vor allem beim Arbeitszeitgesetz. mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

Weitere Artikel zu den Themen:

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Leser-Kommentare zum Artikel (2)

Ernest  Kraft, Heidelberg
Ernest Kraft, Heidelberg

12.01.2016 um 12:01

Betreff: Leichenschmaus zum Billigpreis

Strategisch übergreifende Weitsicht könnten die Gewerkschafter mal zur Abwechslung beweisen, wenn sie von leistungsentkoppeltem Umverteilungsgeschwätz, alle ihre Mitglieder aufklären würden ab wann von einem Glas Bier eigentlich kein Gewinn mehr möglich ist.

Wie viele zigtausende Gewerkschafter – und der Rest der Republik - sitzen regelmäßig in der Kneipe und "saufen auf die Knochen vom Personal und auch Wirt" zu eigentlich viel zu billigen Preisen.

Fühlt man sich dabei unanständig? Sicherlich nicht. Leider gibt es immer wieder aufs Neue "frische dumme Wirte" denen leider nicht mehr einfällt, als mit den Gästen am Tresen auf Umsatz zu trinken und sich dabei Krampfadern zu holen - bis zur Betriebsschließung.
Solange ein häufig ruinöser Preiskampf zwischen Gaststätten abläuft, bei dem nur der Gast gewinnt der quasi am "Leichenschmaus" profitiert, wird die Wertschätzung von gutem Service nicht honoriert bzw. steigen.

Häufig dient nur der Bierpreis vom Discounter als Vergleich für den Bierpreis in der Kneipe und nicht die menschliche Leistung von Personal und Wirt.

Würde die Verdienstspanne endlich verbessert, wäre eine Forderung nach Mindestlohn obsolet, die eigentlich am Kernthema vorbeigeht.

Gewiss, das Thema ist zweischneidig, der DeHoGa bietet zwar ein breites Seminarsortiment an, bei dem auch richtige Kalkulation angeboten wird. Es bleibt aber die Frage, ob diese Wirte davon wissen - oder überhaupt DeHoGa Mitglied sind. Aufklärung auf beiden Seiten tut not…

Monika Pölt, Ötisheim
Monika Pölt, Ötisheim

11.01.2016 um 11:02

Betreff: Überbietungswettbewerb ist unverantwortlich

Es wäre schön, wenn Frau Nahles sich vielleicht mal um die Integrtaion der Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt kümmert, wie schon wieder am Mindestlohn zu schrauben. Im nächsten Artikel "Touristen stornieren in Köln", sieht man wie schnell das Hotelgewerbe auf politische Entwicklungen reagiert. Nehmen Sie sich doch mal die Industrie vor zur Abwechslung.

Anzeige