Editorial
Unverzichtbares Gastgewerbe
Von Hendrik Markgraf, Chefredakteur
Gute Nachrichten vom Statistischen Bundesamt für das Gastgewerbe: Gastronomen und Hoteliers zusammen steigerten den UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
weiter mit Mausklick... im vergangenen Jahr wie selten zuvor. Um 3,8 Prozent, inflationsbereinigt (real) um 2,4 Prozent. Gemeinsam kommen sie auf Erlöse in Höhe von 60 Millionen Euro netto und erreichen wieder das Vorkrisenniveau. Zahlen über die Gewinne liegen allerdings nicht vor.
Getrennt betrachtet, verzeichnen die Restaurants, Kantinen und CatererUnternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Institutionen oder Personen mit Speisen und Getränken an Orten zu versorgen, an denen normalerweise keine gastronomische Leistung möglich oder üblich ist .
weiter mit Mausklick... laut DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
weiter mit Mausklick... den höchsten prozentualen Zuwachs seit der Wiedervereinigung. Das ist umso erfreulicher, als die Gastronomie oft vom wirtschaftlichen Aufschwung nicht so stark erfasst wurde. Diese Entwicklung deutete sich aber schon 2010 an.
Die Hoteliers legten 2010 nominal um 7 Prozent zu, ein Jahr später um 3,7 Prozent. Sie profitieren von der Senkung des Mehrwertsteuersatzes und investieren kräftig. Ja, manchen Unternehmen, auch großen, hat die Steuererleichterung das Überleben gesichert. Umso wichtiger ist es, dass die Reduzierung erhalten bleibt.
All diese Zahlen stimmen die Branche froh. Düster stimmt allerdings die Praxis der Kreditvergabe durch die Banken. Die verschlechtert sich für Gastronomen und Hoteliers nämlich weiter deutlich, wenn wahr wird, was Basel III künftig vorschreibt: mehr EigenkapitalDas von den Eigentümern eines Unternehmens zur Verfügung gestellte Kapital.
weiter mit Mausklick.... Auch drohen unvorteilhafte Bewertungen und so fort. Da helfen nur alternative Geldquellen, die Beteiligung Dritter, etwa stille Teilhaber, Genussscheine und vieles mehr (Seite 3).
Vor allem kann gar nicht oft genug darauf hingewiesen werden, welche Bedeutung Hotellerie und Gastronomie als Standortfaktor haben. Das sollten Banken und Politiker nicht vergessen. Ein Restaurant, ein Hotel kann einen Ort, eine ganze Region aufwerten. Es kurbelt den Tourismus an, das Kongressgeschäft; es sorgt für den Ausbau der öffentlichen Infrastruktur.




Adelheid Andruschkewitsch, Vellberg
29.02.2012 um 22:15
Betreff: Unverzichtbares Gastgewerbe
Ich kann A JK nur zustimmen. Es kann auf dem Lande nur noch überleben wer Einsatz rund um die Uhr bringt, einen Sponsor hat oder einen Standort neben einer Touristenattraktion. Steht ein Generationswechselan und muß dabei noch kräftig investiert werden, weil manches aufgelaufen ist oder dei Jungen ihr eigenes Gesicht ins Geschäft bringen wollen, ist eine betriebsaufgabe beinahe unausweichlich. All Diejenigen, die dies vorantreiben vergessen gänslich, dass nicht nur ein kleiner Betrieb verloren geht sondern auch ein Kulturgut.