Verbände
Vize-Präsident übernimmt Führung im VKD
Ctefan Wohlfeil tritt vom Amt des VKD-Präsidenten zurück
von Holger Zwink
FRANKFURT/M. Ein großer Teil des Vorstandes des Verbandes der Köche Deutschlands (VKD) hat seine Mandate niedergelegt. Darunter auch der Präsident Ctefan Wohlfeil. Außerdem sind zurückgetreten: Klaus W. Meyer, Stefan Lichtenberg, Roland Paasch und Michael Schmidt.
Offenbar hat es in der Führung des VKD Meinungsverschiedenheiten über die Arbeit der Geschäftsstellenleiterin Monika Jaekel gegeben. In einem Schreiben, das der AHGZ vorliegt, begründen die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder und der Präsident ihre Aktion folgendermaßen: Das Vertrauensverhältnis zwischen Monika Jaekel und dem Vorstand sei schon im Vorfeld der IKA gestört gewesen. Außerdem hätten sich Sponsoren beschwert. Daraufhin habe der Vorstand (inklusive Vizepräsident Strauss und Präsident Wohlfeil) mehrheitlich beschlossen, zu rechtlich prüfen, ob und wie Jaekel zu kündigen wäre und entsprechende Schritte einzuleiten.
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Allerdings hätten sich die Vizepräsidenten Mathias Schantin, Günter Kloss und Holger Wegmann sowie Monika Jaekel geweigert an dieser Sitzung teilzunehmen, den Mehrheitsbeschluss nicht beachtet, die Personalentscheidung nicht mitgetragen und sie damit unmöglich gemacht.
Dieses Vorgehen haben Ctefan Wohlfeil und die anderen Vorstandsmitglieder nicht akzeptiert. In ihrem Schreiben an die VKD-Mitglieder formulieren sie: "Wir können unsere ehrenamtliche Tätigkeit und unser Handeln für den Verband der Köche nicht mehr ordnungsgemäß umsetzen. Wir haben das Vetrauen in die Gremienarbeit und die Geschäftsstellenleitung des VKD restlos verloren." Eine außerordentliche Generalversammlung, geplant für den 15. Februar, findet wegen formaler und juristischer Probleme nicht statt.
Von der VKD-Zentrale in Frankfurt wird der Rücktritt Wohlfeils und der Vorstandsmitglieder in einer Pressemitteilung bestätigt. Darin heißt es: "Mit der Erklärung des Rücktritts am 16. Januar 2009 beendet Ctefan Wohlfeil vorzeitig seine Funktion als Präsident des Verbands der Köche Deutschland. Gleichzeitig legen vier Vorstandsmitglieder ihre Ämter nieder. Der satzungsgemäß nachrückende bisherige Vizepräsident Holger Wegmann übernimmt ab sofort die Aufgabe, den VKD im Sinne der Mitglieder, Sponsoren und Mentoren bis zur nächsten Generalversammlung im September 2009 kommissarisch als Präsident zu führen."
Unterstützt werde er dabei von den Präsidiumsmitgliedern Matthias Schantin, Thomas Strauss und Horst-Günter Kloß, von den Vorstandsmitgliedern und von der langjährigen Leiterin der Geschäftsstelle Monika Jaekel mit ihrem Team.
Holger Wegmann zur Situation des VKD: „Ich sehe eine wesentliche Aufgabe darin, den Verband gemeinsam mit den Kollegen im Präsidium und Vorstand sowie mit der Frankfurter Geschäftsstelle wieder in ruhigeres Fahrwasser zu lenken. Leider bringen Rücktritte in maßgeblichen Gremien eines Berufsverbandes zunächst auch eine gewisse Unruhe mit sich."
Es könne immer vorkommen, dass ehrenamtliche Kollegen ein Amt niederlegten, so Wegmann. Und es sei normal, dass kreative Köche unterschiedliche Meinungen, Ziele, Vorstellungen und Auffassungen auf der Sachebene haben. Am Ende seien aber Satzung, Geschäftsordnung und Gesetze die maßgeblichen Leitlinien sowie Grundlagen der Zusammenarbeit in allen VKD-Gremien. Wie jeder aus eigener Erfahrung wisse, gebe es bei allen Themen und Projekten immer mehrere Seiten und unterschiedliche Blickwinkel, die berücksichtigt werden wollen. Darunter solle und werde die Arbeit für Deutschlands größten Berufsverband nicht leiden.
www.vkd.com




Schneider, Nürnberg
21.01.2009 um 12:20
Betreff: Querelen in der Vorstandschaft des VKD
Es wird höchste Zeit, daß sich der Verein wieder besinnt und sich auf seine ursprüngliche Aufgabe konzentriert. >Den Kochberuf fördern und sich für eine positive Entwicklung nach innen und außen stark machen.< Bei der derzeitigen Ausbildungsordnung mit seiner vier- wöchigen "Probekochzeit" vor der Abschlussprüfung, -die jedem Leistungsprinzip widerspricht-, sowie einer nahezu vollkommen wertlosen Zwischenprüfung gibt es dringenden Handlungsbedarf von existenzieller Bedeutung für den Kochberuf sowie dem Köcheverband. Wir befinden uns am Anfang einer Lawine die, aufgrund mangelnder Anforderung, von ungenügend ausgebildeten Köchen losgetreten wird und mit voller Wucht in unsere Restaurantküchen einschlagen wird. Die Azubis von Heute sind die Ausbilder von Morgen! Gerne dürfen bei der Diskussion über eine qualitative Verbesserung der Ausbildungsrichtlinien des "schönsten Berufes der Welt" die Fetzen fliegen aber nicht wegen organisatorischen Meinungs-verschiedenheiten oder Machtgerangel. Mir scheinen in verantwortlichen Positionen einige fehl am Platz!