DEHOGA
Zuversicht im Gastgewerbe wächst
von Uwe Lehmann
BERLIN. Der Aufschwung in Deutschland hat sich stabilisiert und stimmt das Gastgewerbe zunehmend zuversichtlich, „Sowohl die Lage im zurückliegenden Winterhalbjahr als auch die Erwartungen der Unternehmen für die laufende Sommersaison verbessern sich“, verkündete Ernst Fischer, Präsident des DEHOGa auf der Jahrespressekonferenz in Berlin.
„Verantwortlich für die positive Entwicklung und Erwartung in Hotellerie und Gastronomie sind das Wirtschaftswachstum, sinkende Arbeitslosenzahlen und damit einhergehend die Ankurbelung der Binnennachfrage." Auch bei der Gastronomie, die bisher der Konjunktur hinterher hinkt, deutet sich allmählich eine Trendwende an.
Kritik an Bettensteuer
Mit ein Grund für die Zuversicht in der Hotellerie sei auch die Senkung der Mehrwertsteuer für Übernachtungen, allerdings dürften diese positiven Impulse nicht durch eine Revidierung der richtigen Entscheidung abgewürgt werden. Im Gegenteil, der reduzierte Mehrwertsteuersatz auch für die Gastronomie bleibt weiterhin auf der Agenda des DEHOGA. „Ein einheitlicher reduzierter Satz für Lebensmittel ist überfällig“, fordert Fischer, der betont, das gesamte deutsche Mehrwertsteuersystem gehöre auf den Prüfstand.
Eine Absage erteilte er weiterhin der vielerorts eingeführten oder geplanten Bettensteuer. Auch die Einführung einer neuen Hygiene-Kennzeichnung für Restaurants lehnt der Verband ab. „Die Restaurant-Ampel ist kein wirksames Instrument gegen Missstände“, betont Fischer.


