Steuerhinterziehung
Darf Sepp Krätz Wiesn-Wirt bleiben?
von Alexandra Leibfried
MÜNCHEN. Was wird nun aus dem Hippodrom? Er warte auf das Ergebnis der Fahnder, sagte Staatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch gegenüber Münchner Tageszeitungen. Es gebe momentan zu viele Unwägbarkeiten in dem laufenden Verfahren.
Fakt ist, wie der Staatsanwalt bestätigte, dass gegen Sepp Krätz ein Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung läuft. Fatal, denn der 56-Jährige Wiesn-Wirt ist bereits vorbestraft und hat seine Wiesn-Konzession nur auf Probe inne.
Insider vermuten, dass Krätz seine Wiesn 2011 wie gewohnt durchführen kann. Die Konzession der Stadt habe er bereits. Außerdem würde das Prüfungsverfahren mindestens bis September, also bis zum Start der Wiesn 2011, dauern.
Im vergangenen Jahr gab es viel Medienrummel um Sepp Krätz. Er soll während des Oktoberfestes einen Studenten zweimal getreten haben. Er bestritt dies vehement. Doch kurz vor dem Verhandlungstermin (der Vorwurf lautete vorsätzliche Körperverletzung) lenkte er ein und zahlte 18.000 Euro. Die Folge: Er ist vorbestraft und seine Wiesn-Wirt Konzession hat er derzeit nur auf Bewährung inne. Zudem kommen immer wieder Geschichten an die Öffentlichkeit, dass Krätz seine Mitarbeiter beleidige.
Die Münchner mögen ihn und seine Gastronomien. Gerade feierte in der beliebten Waldwirtschaft (Grosshesselohe bei München) sein 30-jähriges Jubliäum (ahgz.de berichtete). Außerdem fand dort die Party zu Eckart Witzigmanns 70. Geburtstag statt. Ministerpräsident Horst Seehofer hatte ihn außerdem als Gastronom des Jahres 2011 geehrt.





alfons feclist, Ingolstadt
10.07.2011 um 09:53
Betreff: Krätzig
Meiner Meinung nach geht es hier um Gleichberechtigung. Das Hippo wird, glaube ich, von Sepp Krätz seit 1995 betrieben. Wenn man sich fragen würde wie er zum Zelt kam - eben auch durch Unstimmigkeiten der Vorbetreiber - müßte er eigentlich deshalb schon gehen!