Gusto Deutschland
Gastro-Guide kürt Kevin Fehling zum Koch des Jahres
LANDSBERG. Die Spitze der deutschen Top-Küchen wird immer breiter. Dieses Resümee zieht der Restaurant-Guide Gusto Deutschland 2012, der in diesen Tagen erscheint. Gerade in diesem Jahr haben die Gusto-Tester beobachtet, dass zahlreiche junge, bestens ausgebildete und hoch motivierte Chefs ihre kreative, mitunter auch sehr unkonventionelle Idee von moderner Hochküche auf ganz beachtliche Art und Weise perfektionieren. „Sie arbeiten allesamt auf einer klassisch fundierten Basis, gehen aber ansonsten immer eigenständiger und kreativer zu Werke – jedoch ohne dabei eines aus dem Auge zu verlieren: den guten Geschmack“, heißt es aus der Gusto-Redaktion.
Die wichtigsten Auszeichnungen: Kevin Fehling vom Restaurant La Belle Epoque in Travemünde ist "Koch des Jahres“, Hans Horberth vom La Vision in Köln ist "Aufsteiger des Jahres" und Philipp Liebisch vom Gourmetrestaurant Sandak in brandenburgischen Senftenberg ist "Newcomer des Jahres“. Entsprechend dieser rasanten Entwicklung werden von Gusto in diesem Jahr drei neue Köche erstmals mit der Höchstbewertung von 10 Pfannen ausgezeichnet: Peter Maria Schnurr vom Restaurant Falco in Leipzig, Dirk Luther vom Restaurant Luther in Glücksburg und Christian Jürgens, Gourmetrestaurant Überfahrt in Rottach-Egern.
Drei weitere Köche gelten erstmals als Anwärter für die höchste Auszeichnung: Michael Hoffmann vom Margaux in Berlin, Juan Amador der erst kurz vor Redaktionsschluss sein neues Restaurant in Mannheim bezog und Kevin Fehling, der neue "Koch des Jahres".
Wie der Verlag weiter mitteilt, hat man sich bei Gusto für ein neues Prozedere entschieden, das zum einen die Wirtschaftlichkeit verbessern und zum anderen für mehr Transparenz sorgen soll. Die Begründung: „Zweifelhafte Akquisitionsmethoden, intransparente redaktionelle Vorgehensweisen, Bewertungen ohne fundierte Begründung und natürlich die immer berechtigteren Zweifel vieler Gastronomen, ob sie denn überhaupt von jedem Führer, in dem sie gelistet sind, tatsächlich getestet wurden, nehmen von Jahr zu Jahr zu.“
Und so sieht das neue Konzept aus: Jedes von der Redaktion als empfehlenswert erachtete Restaurant hat die Möglichkeit, sich mit dem Entrichten einer einheitlichen Startgebühr in Höhe von 159 Euro netto an den Unkosten zu beteiligen, und somit sicherzustellen, in jedem Fall getestet und in die Buchausgabe aufgenommen zu werden. Den unumstößlichen Beweis, das auch wirklich aktuell getestet wurde, erhält künftig jeder Gastronom, der sich an dem Prozedere beteiligt, ganz automatisch nach Erscheinen der Ausgabe in Form einer Kopie des Rechnungsbelegs. Dass von Seiten der Gastronomen mit dem Entrichten der Startgebühr auch weiterhin auf Text und Bewertung keinerlei Einfluss genommen werden kann, ist laut Gusto-Redaktion ebenso selbstverständlich wie die Tatsache, „dass dem Anspruch auf eine sorgfältige und fachgerechte Herangehensweise durch die Gusto-Tester Rechnung getragen wird“.
Natürlich würden bei Gusto zugunsten der Vollständigkeit auch künftig Häuser getestet, bewertet und in den Guide aufgenommen, die sich nicht an dem neuen Prozedere beteiligen möchten. Diese würden ebenso objektiv und unvoreingenommen geprüft, sind künftig allerdings nur in Form eines Grundeintrags mit aufschlussreichem Kurztext und ohne Foto in der Ausgabe dargestellt. Ziel sei es, mittelfristig alle potentiellen Restaurants von dieser Idee zu überzeugen, und zu verdeutlichen, dass diese einheitliche Gebühr nicht zur Gewinnmaximierung des Verlages diene, sondern nachweislich zweckgebunden zur Verbesserung der Recherchequalität eingesetzt werde. Davon profitierten letztlich nicht nur die Leser, sondern auch die Restaurants selbst.
Gusto Deutschland 2012 kostet 24,90 Euro und ist ab 23. Dezember 2011 im Handel. red/eck


