Rauchverbot
"Bayern sagt Nein" wirbt um Stimmen beim Volksentscheid
von Raphaela Kwidzinski
REGENSBURG. Das Aktionsbündnis „Bayern sagt Nein“ startet in die heiße Phase im Kampf gegen das absolute Rauchverbot. Denn der Volksentscheid darüber findet in vier Wochen, am, Sonntag, den 4. Juli statt.
In Regensburg hat das Aktionsbündnis gestern das komplette Aktions- und Werbematerial für die „heiße Wahlkampf-Phase“ vorgestellt. Im Anschluss haben die ehrenamtlichen Unterstützer direkt die Plakate, Poster, Flyer und T-Shirts bekommen, um in ihren Regionen für ein „Nein“ zum absoluten Rauchverbot zu werben.
Kleine Raucherkneipen vor dem Aus?
Zum Hintergrund: Bislang können in Bayern trotz Rauchverbot getränkegeprägte Einraumgaststätten mit weniger als 75 Quadratmeter Fläche als Raucherkneipen deklariert werden. Auch das Rauchen in abgeschlossenen Nebenräumen größerer Gaststätten sowie in Bier- und Festzelten ist gestattet. Die Wahlberechtigen können beim Volksentscheid am 4. Juli darüber abstimmen, ob in Bayern ein absolutes Rauchverbot eingeführt werden soll, oder ob bisherige Ausnahmeregelungen bestehen bleiben sollen.
Gegen das verschärfte Rauchverbot hat sich das Aktionsbündnis „Bayern sagt nein!“ gegründet. Ihm gehören unter anderem der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (BHG), der Verband für den Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK), die Vereinigung der Bayerischen Festwirte, der Verband der Wiesnwirte, die Private Brauereien Bayern sowie der Bayerische Brauerbund an. Die Bündnispartner rufen daher dazu auf, beim Volksentscheid am 4. Juli mit „nein“ zu stimmen.
Nicht gegen Rauchverbot in Speisegaststätten
Das Aktionsbündnis setzt sich jedoch lediglich gegen ein strengeres Rauchverbot ein, nicht gegen die bestehenden Regeln zum Nichtraucherschutz. „Wir unterstützen ausdrücklich den bestehenden Nichtraucherschutz. Vor allem Kinder und Jugendliche müssen vor Tabakrauch geschützt werden“, so Franz Bergmüller, Sprecher des Bündnisses „Bayern sagt nein“. Auch das Rauchverbot in Speisegaststätten solle bestehen bleiben.


Kalli, Nürnberg
08.06.2010 um 00:47
Betreff: Augenwischerei
Ja ja... Toleranz und Freiheit nur für die Raucher aber nicht für alle anderen. Wer die Freiheit und Toleranz anderer mit Füßen tritt, hat sein eigenes Recht darauf verwirkt. Es ist ja wohl das Normalste der Welt, dass man Rücksicht nimmt. JA zum echten Nichtraucherschutz