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Regina Autenrieth: „Unsere Zielgruppe sind kleine und mittelständische Unternehmen.“

DEHOGA-Akademie

Interview: Regina Autenrieth

„Die eigenen Leute stark machen“

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/2 vom 9. Januar 2010

Frau Autenrieth, Sie haben gerade das Seminarprogramm für 2010 veröffentlicht. In den kommenden zwölf Monaten wollen Sie mehr als 100 verschiedene Seminare für das Gastgewerbe anbieten. Wen möchten Sie damit ansprechen?

Autenrieth: Unsere ZielgruppeEine von der Marketingabteilung oder vom Unternehmer festgelegte Auswahl von Marktteilnehmern, an die sich ein Angebot oder eine Maßnahme richtet .
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sind kleine und mittelständische Unternehmen, vom Landgasthof bis zum größeren Hotelbetrieb. Fast 60 Prozent unserer Seminarteilnehmer sind Frauen. Das spiegelt auch den weiblichen Anteil der Branche wider.

Bei dem breiten Themenangebot ist ja bestimmt für jeden etwas dabei.

Autenrieth: Wir decken alle Themen ab, die das Gastgewerbe beschäftigen, von der Unternehmensführung und Management über Marketing und Rechnungswesen bis hin zur Existenzgründung im Gastgewerbe. Unsere Praxisseminare widmen sich Bereichen wie Service Basics, Barkeeping, HousekeepingHausdamenabteilung.
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und Empfang.

Was ist dieses Jahr neu im Programm?

Autenrieth: Der Marketingbereich wird für die Betriebe immer wichtiger, auch online. Hier bieten wir jetzt zusätzlich Seminare zu digitalen Netzwerken wie Xing, Twitter und Facebook. Neu ist auch das Seminar Business Knigge International, das sich speziell an Stadthotels wendet. Die Teilnehmer lernen, was sie im Service bei Gästen aus anderen Kulturen beachten müssen. Zum Beispiel sollten Gastgeber ihre Tische nicht mit weißen Blumen dekorieren, wenn sie Kunden aus Asien erwarten. Denn das ist dort ein Symbol für den Tod. Ganz neu ist auch das zweitägige Seminar „Erfolgreich in der Gastronomie“ mit unserem Trend-Scout Pierre Nierhaus, der kreative Konzepte aufzeigt und am Abend mit den Teilnehmern Trend-Gastronomien in Stuttgart vor Ort besucht.

Seit einigen Jahren hat sich die Zahl der Seminarbuchungen und die der teilnehmenden Betriebe beständig erhöht.

Autenrieth: Das Bewusstsein, dass es notwendig ist, die eigenen Leute stark zu machen, ist gestiegen. Der Erfolg eines Restaurants oder Hotels steht und fällt mit seinen Mitarbeitern. Und der Mittelstand hat erkannt, dass Qualität für Gäste ein wichtiges Kriterium ist.

Die Seminare richten sich ja nicht nur an Führungskräfte, sondern zum Beispiel auch an das PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
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im Service. Wie kann man seine Mitarbeiter motivieren, dass sie an solchen Seminaren auch mit Engagement und Freude teilnehmen?

Autenrieth: Die Mitarbeiter erfahren durch die Anmeldung zum Seminar eine Wertschätzung durch den Chef. Der Chef ist jedoch auch gefordert, dem Mitarbeiter die Chance zur ermöglichen, das Erlernte anzuwenden und umzusetzen. Ansonsten ist die Motivation schnell wieder verflüchtigt.

Um qualitative Seminare anzubieten, braucht man aber auch professionelle Referenten. Wie rekrutieren Sie die Kursleiter?

Autenrieth: Wir legen zunächst selbst die Themen fest, die die Branche interessieren und suchen dann die Referenten aus. Grundvoraussetzungen, um Seminare bei uns zu halten, sind in der Regel ein Meisterbrief und ein eigener Betrieb. Alle Referenten sollen aus der Praxis kommen und auf ihrem Gebiet ein Profi sein.

Die Fragen stellte Raphaela Kwidzinski

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