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Fatales Verbot: Vielen Einraumwirten droht der Ruin

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Nordrhein-Westfalen

„Die Unsicherheit ist groß“

Konjunkturumfrage: Hotellerie zufrieden / Gastronomie fürchtet Rauchverbot

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/24 vom 14. Juni 2008

DÜSSELDORF. „Die Hotellerie hat sich ordentlich entwickelt, im Gegensatz zur Gastronomie“, resümiert Olaf Offers, Präsident des DEHOGA
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Nordrhein-Westfalen mit Blick auf den neuesten NRW-Konjunkturbericht. Demnach verzeichneten 47,6 Prozent der befragten Hoteliers gestiegene Umsätze im vergangenen Winter. Dass dabei gleichzeitig nur 30,1 Prozent auch ihre Erträge steigern konnten, wird vornehmlich hohen Energie- (23%) und Betriebskosten (16,3%) zugeschrieben.

39 Prozent versuchten die gestiegenen KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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durch höhere Zimmerpreise auszugleichen, 55,3 Prozent hingegen hielten ihre Preise konstant, genauso wie fast drei Viertel ihre Mitarbeiterzahl. Nach einer Gesamteinschätzung befragt, bewerteten 44,3 Prozent die zurückliegende Wintersaison als gut, nur 9 Prozent zeigten sich enttäuscht. Dies gilt aber nicht für alle Betriebstypen.

Für die Branche lassen sich einige Regeln aufstellen: „Mehr Zimmer, höhere Zufriedenheit“ und „Mehr Business-Kunden, mehr Business“. Olaf Offers ergänzt: „Auch Ketten- und Kooperationshotels stehen besser da als Einzelhotels.“ Zwei Trends in der Hotellerie haben sich verfestigt: Preisverhandlungen sind an der Tagesordnung (29,6%), genauso wie kurzfristige Buchungen (23,9%). Etwas düster sieht es bei den Gastronomen aus. Nach dem neuesten NRW-Konjunkturbericht sehen sich 17,6 Prozent durch das ab dem 1. Juli geltende Nichtraucherschutzgesetz in ihrer Existenz gefährdet. Das Rauchverbot trifft die Gastronomie laut DEHOGA zu einem „denkbar ungünstigen Zeitpunkt“: 57,4 Prozent der Gastronomen bewerten ihre Ertragssituation als schlechter als vergangenen Winter (48 Prozent).

Lediglich 13,7 Prozent konnten sich über bessere Ertragszahlen freuen (Vorjahr: 23 Prozent). Als Gründe wurden vornehmlich gestiegene Energie- und Betriebskosten genannt. UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
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- und Gästezahlen entwickelten sich weitestgehend parallel: 64,2 Prozent meldeten konstante oder höhere Besucherzahlen; gleiches galt für 61,1 Prozent hinsichtlich der Umsatzzahlen.

Die Preissituation bleibt stabil: 61,6 Prozent haben nicht an der Preisschraube gedreht. Konstant zeigen sich auch die Mitarbeiterzahlen: 74,7 Prozent haben ihren Personalbestand gehalten.

Symptomatisch für die schwere Situation vor allem für kleine Betriebe steht folgende Zahl: Während sich rund ein Viertel aller Betriebe mit der Wintersaison zufrieden zeigte, waren das bei kleineren Betrieben mit einem Umsatz von bis zu 150.000 Euro nur 6 Prozent. red

www.dehoga-nr.de


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