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Uta Felgner sieht sich nicht als Direktorin, sondern als Gastgeberin im Schlosshotel Vier Jahreszeiten.

Hauptstadt Berlin

„Ich weiß, was Luxushotels bieten müssen“

Uta Felgner leitet als Branchenfremde das Schlosshotel Vier Jahreszeiten / Künftig auch medizinische Behandlungen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2004/4 vom 24. Januar 2004

BERLIN (leh). Es ist wieder da: das Schlosshotel Vier Jahreszeiten. Nicht dass die Grunewalder Nobelherberge zwischenzeitlich vom Hotellerie-Parkett verschwunden gewesen wäre.

Doch Betreiber- und Namenswechsel haben dem 1994 – nach umfangreicher Restaurierung und pompöser Ausstaffierung von Modezar Karl Lagerfeld – wiedereröffneten Haus im vergangenen Jahrzehnt eine wechselvolle Geschichte beschert. Doch nun, nach dem letzten Intermezzo als The Regent Schlosshotel betreibt Dorint das Haus wieder unter dem traditionellen Namen; es gibt eine neue Hoteldirektorin und neue Konzepte.

„Das Schlosshotel braucht Stabilität und Ruhe, auch in den Köpfen der Gäste“, lautet die Maxime von Uta Felgner.

Die 53-jährige ist die neue „Schlossherrin“. Und dazu eine ungewöhnliche. Die Betriebswirtin und langjährige Unternehmerin, die seit drei Jahren im Beirat der Investitionsbank Berlin sitzt, ist branchenfremd, kannte die Hotellerie und das 1912 bis 1914 von Walter von Pannwitz errichtete Palais bislang nur als Gast. Letzteres aber nutzt sie nun sie als Vorteil. „Ich weiß genau, was Luxushotels ihrer Kundschaft bieten müssen“, sagt sie. Uta Felgner, die vor ihrem Einstieg noch einen Crash-Kurs in Sachen Hotelführung absolviert hat, sieht sich denn auch nicht als Direktorin. Sondern als Gastgeberin, die das Schlosshotel als „sehr privates Haus für sehr individuelle Gäste“ führen will. Ein Konzept, das für Uta Felgner eine Nische füllt, und dadurch auch die Konkurrenz
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durch die neue, feudale Hotelwelt am Potsdamer Platz nicht fürchten muss. Wenn es auch Parallelen geben wird. Das Wintergarten-Restaurant „Le Jardin“ wird bis Anfang Mai zur Brasserie mit offener Showküche umgewandelt: eine einfache, bodenständige Küche und guter Landwein als Ergänzung zur Sterneküche von Christian Lohse im „Vivaldi“. Das neue Stück Frankreich im Schlosshotel soll denn auch mehr Bürgernähe schaffen. Geplant ist ein zusätzlicher Eingang ohne Lobby-Durchquerung. Ein Facelifting erfuhr Anfang des Jahres das „Vivaldi“.

Für den parkähnlichen Garten und den WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
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-Bereich steht Gleiches im Frühjahr an. Schon ab Februar werden die Wellness-Angebote um medizinische Behandlungen erweitert und die Räume mit „Speedwellness“-Geräten bestückt. Etwas Kosmetik auch in den 54 Zimmern und Suiten: Begonnen wird mit dem Dekor und im Wäschebereich.

Klassiker wie die „Teatime“ oder die Küchenparties werden fortgesetzt und durch neue Veranstaltungen ergänzt. Fürs Frühjahr ist eine „Gourmetreise um die Welt“, in der Küche, Kultur und Keller aus sechs Ländern vorgestellt werden, geplant.

Künftig soll es eine monatliche Gesprächsrunde am Kamin, zu der die Gastgeberin persönlich einlädt, sowie Modeschauen und Konzertabende geben. In einem Jahr, so hofft die Schlossherrin, soll das Haus im Grunewald wieder seinen alten, guten Ruf haben.

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