Anzeige

AHGZ - Das Fachportal für Hotellerie und Gastronomie

Anzeige

Stolz auf 25 Jahre auf Schloss Friedrichstein (v. l.): Walter, Marlies, Stefan und Sabine Martin. Foto: Senzel

Hessen

„ . . . und es hat uns großen Spaß gemacht“

Die Familie Martin betreibt seit 25 Jahren die Gastronomie auf Schloss Friedrichstein

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2005/20 vom 21. Mai 2005

BAD WILDUNGEN Auf Schloss Friedrichstein feiert in diesen Tagen die bekannte Bad Wildunger Gastronomen-Familie Martin das 25-jährige Bestehen der Schloss-Gastronomie „und dabei“ – so erinnert sich Walter Martin, „wollten wir damals wirklich keine Schloss-Wirte werden“. Wie es dann trotzdem dazu kam, das erzählen Marlies und Walter Martin jetzt nach einem viertel Jahrhundert: Als die hessische Landesregierung Schloss Waldeck übernommen hatte und mit dem Aufwendigen Aus- und Umbau zum Museum begann, hat im Jahre 1979 die Hessische Staatsbäderverwaltung in Wiesbaden, die auch Schloss Friedrichstein betreute, bei der Einrichtung und der Gestaltung der Gastronomie-Räume als Berater tätig zu werden. Der damalige Staatsbäderdirektor Lill hatte „die Martins“ als erfolgreiche Pächter und Betreiber des staatseigenen Kurparkcafés als exzellentes Fachehepaar kennen und schätzen gelernt. Walter Martin war außerdem zuvor schon viele Jahre als Service-Chef im staatlichen Badehotel tätig gewesen und hatte in vielen Winterhalbjahren Erfahrungen in der Gastronomie auf Kreuzfahrtschiffen auf den Weltmeeren gesammelt.

Nachdem dann die Umbauarbeiten auf Friedrichstein im Jahre 1980 beendet war, hat man Marlies und Walter Martin eindringlich gebeten, doch die Bewirtschaftung zu übernehmen. Walter Martin: „Uns hat das was wir mit gestaltet und eingerichtet hatten dann so gut gefallen, dass wir schließlich auch ja gesagt haben“. Und so wurde dann neben dem Kurparkcafé die Schloss-Gastronomie zusätzlich geführt „und es hat uns großen Spaß gemacht“. Der Versuch allerdings, auf Schloss Friedrichstein mit einem Spitzenkoch die feine Küche als Tagesgeschäft einzuführen wurde nach einem Jahr wieder aufgegeben. Das Angebot wurde nicht angenommen.

Ein Großer Erfolg ist bis heute das beliebte große Mittagsbuffet am Sonntag geblieben, viele Gäste kommen gerne nachmittags zu Kaffee und Kuchen und Mittwochs zum „Friedrichsteiner Waffeltag“. Seit dem 15. April gibt es an jedem Freitag in der Schloss-Klause oder – bei gutem Wetter im romantischen Schlosshof oder auf der Terrasse mit herrlichem Fernblick – ein Buffet „Rustika“ für 10 Euro.

Marlies und Walter Martin haben die Führung des Kurparkcafes vor zwei Jahren abgegeben und die Gastronomie auf Friedrichstein wird seit einigen Jahren vom Sohn Stefan und dessen Ehefrau Sabine Martin geleitet. Stefan Martin hat von 1986 bis 1988 seine kaufmännische Ausbildung in der Kurverwaltung absolviert. Schon als Schüler hat er sich in der elterlichen Gastronomie sein Taschengeld aufgebessert, hat in der Küche (“auch in der Spülküche“), in der Konditorei und im Service ausgeholfen. Stefan Martin hat auch die beliebten Konzerte „Rock im Schloss“ mit den besten Coverbands Europas auf Friedrichstein eingeführt; in diesem Jahr kommen am Samstag, 4. Juni „Quo“ (Status-Quo-Coverband aus Hamburg) und „Voodoo Lounge“ (Rolling-Stones-Coverband aus Braunschweig in den Hof des Altwildunger Schlosses.

Kommentieren Drucken
Auch interessant

Vom Hummer bis zum Eintopf

PERLEBERG Wie kann ich eine Gaststätte, die schon einige Pächter gesehen hat, wieder auf rentable Beine stellen? Vor dieser Frage stand Lutz Hagen Mamerow, als er sich für die „Gänseburg“ in Perleberg interessierte. mehr...

Weitere Artikel aus Regional und Lokal vom 21.05.2005 :

Brandenburg: Vom Hummer bis zum Eintopf (21.05.2005)
Brandenburg: Tierisch gute Werbeideen (21.05.2005)
Sachsen: Barocke Küche im Schlossrestaurant (21.05.2005)
Thüringen: Neue Geschäftsidee: Kellner auf Abruf (21.05.2005)
Sachsen: Logistische Herausforderung (21.05.2005)
Rheinland-Pfalz: „Absolut überraschend und interessant“ (21.05.2005)
Bayern: Relaunch für Frühjahrsball (21.05.2005)
Hauptstadt Berlin: Grillvergnügen in Mitte (21.05.2005)
Thüringen: „Mindestlohn nicht finanzierbar“ (21.05.2005)
Berlin: Schleppender Anfang (21.05.2005)

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel