AHGZ - Das Fachportal für Hotellerie und Gastronomie

Recht & Steuern

Blickt nach vorn: Auch im Ruhestand will Bodo Rückschlag das Brandenburger Gastgewerbe voranbringen Foto: Herbert Schwittay

Interview: Bodo Rückschlag, stellv. Hauptgeschäftsführer DEHOGA-Brandenburg

„Wir haben eine Lobby geformt“

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/12 vom 17. März 2012

Ende April gehen Sie in den Ruhestand. Was wird sich danach ändern?

Rückschlag: Es wird keinen allzu großen Übergang geben. Ich werde ehrenamtliche Funktionen weiter ausführen und mich natürlich um die Elblandfestspiele kümmern. Von der gewonnenen Freizeit durch etwas weniger Arbeit wird meine Frau profitieren, wenn ich ihr auf unserem Gartengrundstück tatkräftig zur Hand gehe. Wir wollen auch mehr Reisen unternehmen.

Welche Dinge konnten Sie in den zurückliegenden Jahren bewegen und entscheidend mit verändern?

Rückschlag: Als ich angefangen habe, gab es unter den Gastronomen in der Region kaum ein Miteinander. Wir hatten keine Lobby. Jeder war ein Einzelkämpfer. Mir ist es gelungen, in dieser Zeit eine Gemeinschaft zu formen, in der Gastronomen und Hoteliers, aber auch die Verantwortlichen der politischen Gremien bei Wirtestammtischen zum Erfahrungsaustausch zusammenkamen. Regelmäßige Themenkomplexe, von Dozenten vorgetragen, waren dabei sehr wichtig. Der TourismusverbandInteressenszusammenschluss von Unternehmen und Körperschaften der Tourismusbranche -meist als internationaler/nationaler Dach- oder Fachverband.
weiter mit Mausklick...
der Region und die IHK wurden besonders in die Arbeit mit eingebunden.

Es entstanden in dieser Zeit viele neue Produkte, wie etwa der Kulinarische Kalender. Wir haben erreicht, dass einheitliche Hinweisschilder an den Straßen auf die Betriebe hinweisen. In den Städten entstand ein Ortleitsystem, bei dem sich klassifizierte Unternehmen darstellen können.

Ein wichtiger Aspekt waren auch die Jugendmeisterschaften, die 1999 erstmals ins Leben gerufen wurden. Denn ohne Nachwuchs kommt heute kein Gastronom mehr aus.

Sie haben zahlreiche Klassifizierungen für gastronomische Betriebe mit initiiert. Wie haben sich diese auf die Unternehmen ausgewirkt?

Rückschlag: Immer mehr Betriebe greifen in der Prignitz nach den Sternen. Menschen, die in unsere Region kommen, informieren sich vorher und wollen wissen, wo sie wohnen werden. In der Vergangenheit wurde die HotelklassifizierungDie entscheidende Kategorisierungsaufgabe besteht darin, die Vielfalt gastgewerblicher Angebotsformen zu ordnen, um dadurch in- und ausländischen Touristen Vergleichsmöglichkeiten zu verschaffen.
weiter mit Mausklick...
ins Leben gerufen, die G-Klassifizierung und auch die Brandenburger Gastlichkeit. Bisher haben sich in den unterschiedlichen Bereichen bis zu 70 Prozent aller Unternehmen klassifizieren lassen. Speziell die Brandenburger Gastlichkeit hat mit der Prignitzer Gastlichkeit ein Poten-zial von mehr als 42 Häusern hervorgebracht, die sich dem Thema Qualität gewidmet haben.

Gab es Dinge, die Sie letztendlich nicht wie gewünscht umsetzen konnten?

Rückschlag: Den Nichtraucherschutz konnten wir leider nicht verhindern. Mir ist aber heute auch kein Gastwirt in Brandenburg bekannt, dem dieses Gesetz geschadet hat oder wo es erhebliche finanzielle Einbußen gab. Meines Erachtens gibt es für die Einführung einer keine Argumente, obwohl sie auch für unsere Region kommen wird. Und mit der werden wir uns wahrscheinlich nicht beschäftigen müssen.

Wer sollte in Zukunft ihre Position übernehmen?

Rückschlag: Es wäre günstig, wenn die neue Person aus der Region kommt oder auch hier wohnen würde. Die Ausschreibung)Informationen und Fragen, die von Veranstaltungsmanagern und Einkäufern an Hotels im Rahmen einer Anfrage verschickt werden.
weiter mit Mausklick...
für die Stelle ist abgeschlossen, wir müssen abwarten. Der Verband möchte, dass ich in der Hotelklassifizierung weiter mitwirke und auch das Projekt Kulinarik in Zukunft weiterhin betreue. Außerdem werde ich die berufliche Tür nicht von heute auf morgen zumachen. Ich bin froh, mit 65 Jahren noch so FITfür Full Independent Tour, , Bezeichnung für Freizeitreisenden, der nicht in einer Gruppe reist.
weiter mit Mausklick...
für viele Dinge zu sein.

Die Fragen stellte Herbert Schwittay




ThemenalarmKommentierenDrucken
Auch interessant

Olaf Schöpe

1. Werden Sie neue Akzente in der Verbandsarbeit setzen? Mein Erfolgsrezept heißt Kontinuität und Innovation – ich will auf dem Bewährten aufbauen und natürlich auch neue Entwicklungen anstoßen. mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

Weitere Artikel zu den Themen:

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel

Anzeige