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Blumen für die Damen der scheidenden Hotelierfamilie: Karl J. Badstuber, Managing Director Grand City Hotels & Resorts, mit Birgit und Margot Rothstein Foto: Regina Goldlücke

Nordrhein-Westfalen

„Wir halten an der Tradition fest“

Grand City Hotels & Resorts übernimmt das Privathotel Rothstein in Gummersbach / Trauungen in eigener Kapelle

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/50 vom 15. Dezember 2007
von Regina Goldlücke

GUMMERSBACH. Ein leidenschaftlicher Gastgeber und engagierter Hotelier hat seinen Abschied genommen: Harald Rothstein hat nach elf Jahren als Eigentümer sein Schmuckkästchen in Gummersbach an die Grand City Hotels & Resorts übergeben. Die Zeremonie im Spiegelsaal des Privathotels fand ohne die Hauptperson statt. Der kurzfristig erkrankte Harald Rothstein wurde durch Ehefrau Margot, Sohn Klaus und Tochter Birgit vertreten.

Die Familie hörte nur Gutes über den beliebten Patriarchen. Bürgermeister Helmstein würdigte das Schaffen und das große soziale Engagement des Unternehmers. Er habe einen Diamanten geschliffen, unter seiner Ägide sei das Privathotel Rothstein zum ersten Haus am Platze geworden. Dass er des öfteren Praktikanten aus Lesotho beschäftigt, jungen Leuten viel Zeit und Zuwendung geschenkt habe, sei seine Form der Nächstenliebe und Entwicklungshilfe gewesen.

Hochmotiviertes Team

„Wir werden das Haus gut betreuen“, versicherte Karl J. Badstuber, Managing Director von Grand City Hotels & Resorts vor Personal und Ehrengästen. „Harald Rothstein hat in vielen Jahren durch seine Persönlichkeit und hohe Investitionen Enormes geleistet. Unser Ziel ist es, das Wirken der Familie fortzuführen. Wir haben hier ein starkes, hochmotiviertes Team angetroffen, das Kompetenz und Gastlichkeit vermittelt. An dieser Tradition wollen wir festhalten.“

Mit dem Privathotel Rothstein erwarb die erst vor zwei Jahren gegründete Gruppe ihr 30. Haus. Ein 4-Sterne-Refugium mit 97 stilvollen Zimmern und Konferenzräumen von vier bis 400 Personen. Sechs Restaurant-Bereiche sind nach verschiedenen Epochen gestaltet. Fern jeder Hektik ist es außerdem ein schöner Ort zum Feiern: In der angrenzenden Kapelle und im barocken Spiegelsaal werden kirchliche und zivile Trauungen durchgeführt. Den Wert dieses Kleinodes erkannte Grand City Hotels & Resorts schnell. Vor allem den Tagungsbereich mit seinen individuellen Möglichkeiten will man künftig vermarkten – dafür gibt es einen gemütlichen Raum im Fachwerkstil und eine rustikale Grillhütte. Wer das Haus als Direktor führen und den Brückenschlag zwischen einer 170-jährigen Geschichte und der Zukunft vollzieht, wird in Kürze entschieden.

Die schnell gewachsene Marke Grand City mit Stammsitz in Berlin engagiert sich seit Februar 2005 im Hotel-Management, im Immobilien-Management und als Event-Agentur. Alle 30 Häuser in Deutschland und den Niederlanden sind im Besitz der Gruppe – vom historischen Privathotel über feinste Domizile bis zum Low-Budget-Betrieb. Manche werden ohne Dachmarken-Zugehörigkeit betrieben, andere durch Franchise-Partnerschaften mit Häusern der Markenhotellerie, darunter InterContinental, Steigenberger, Accor, Ramada und Best Western („Da kaufen wir den Namen natürlich mit.“).

Keine Grenze für Expansion

In der Berliner Zentrale ist in neun Abteilungen ein Team von 25 Angestellten im Einsatz. „Aber die eigentliche Arbeit wird von den 2000 Mitarbeitern in unseren Hotels geleistet“, sagt Karl J. Badstuber. Der Südtiroler neigt nicht zu Übertreibungen, macht aber aus weiteren Wachstumsplänen keinen Hehl: „Wir fragen immer danach, was unser Image noch verbessern könnte. Eine Grenze haben wir uns nicht gesetzt.“ Regina Goldlücke

www.hotel-heedt-rothstein.de

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