Hessen
„Wir machen unsere eigenen Trends“
Markthaus am Wilhelmsplatz will Offenbach Schwung geben
OFFENBACH „Offenbach – da geht einiges“. Jedenfalls finden das Gastwirt Jörg Münch und sein Bruder Eric, auf dessen T-Shirt der Werbeslogan für die Heimatstadt prangt. Vor dem Hintergrund der Offenbacher „Skyline“ halten zwei Schwalben das Banner in ihren Schnäbeln, das mit seinem flotten Spruch dem rauen ImageMehr oder weniger bewusste, vereinfachende Beurteilungen eines Meinungsgegenstands durch ein Individuum, die in ihrer Verfestigung als mehrdimensionales Einstellungskonstrukt Handlungs- und Verhaltensrelevanz gegenüber einem Imageobjekt gewinnen.
weiter mit Mausklick... der Stadt entgegenwirken soll.
Die Agentur Hopf und Rivas hat den Aufdruck auf dem Label-Shirt der FirmaBezeichnung für den Namen eines Kaufmanns, unter dem dieser im Handelsverkehr seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt.
weiter mit Mausklick... „RodriguezRodriguez“ entworfen, um das Projekt der Brüder Münch aus lokalpatriotischen Gründen zu unterstützen. Mit dem Motto „Lebe deine Stadt“ wollen die Münchs auch die benachbarten Gastwirte und Geschäftsleute mobilisieren, um den Wilhelmsplatz zu beleben: Ein gemeinsames Frühlingsfest unter den Kastanien ist für Ende Mai geplant.
Vor zwei Jahren haben Eric und Jörg Münch das „Markthaus am Wilhelmsplatz“ von der Stadt gepachtet. Das Gebäude diente den Marktbeschickern jahrzehntelang als Geräteschuppen, Unterstand und Toilettenhäuschen, bevor es 1986 von einem französischen Gastronomen als Restaurant Clochemerle eröffnet wurde.
Der Nachfolger baute es vor drei Jahren zwar um, übergab es aber schon bald an die Brüder Münch, die sich auf die traditionelle hessische Küche spezialisierten. Von der Kartoffelsuppe über den mit Leberwurst gefüllten Kartoffelkloß und das unvermeidliche Rippchen bis zum Rumpsteak reicht das Angebot, ohne 10 Euro zu überschreiten. Für ein Rinderfilet auf der TageskarteSpeisenkarte, die Gästen neben der Standardspeisenkarte angeboten wird, um auf aktuelle Lebensmittelangebote des Markts reagieren zu können und um Speisen aus der Standardkarte schneller abzuverkaufen.
weiter mit Mausklick... muss der Gast freilich tiefer in die Tasche greifen.
Die beiden gebürtigen Offenbacher haben ihr Fach von der Pike auf gelernt: der 38 Jahre alte Eric als Kellner, der 36 Jahre alte Jörg als Restaurantfachmann. Nach seiner Ausbildung im Landhaus Hotel Waitz in Mühlheim-Lämmerspiel hat er in England Erfahrungen im Service gesammelt und sich als Geschäftsführer der „Sachsenhäuser Warte“ in Frankfurt bewährt.
bei jungen Gästen angesagt
weiter mit Mausklick... ihre 500 treuesten Kunden über Extra-Angebote wie „Schweizer Wochen“ mit Raclette und Käse-Fondue, Hüttenzauber mit Glühweinstand vor der Tür oder eine Après-Ski-Party zum Fasching. Dabei finden nur 45 Gäste in dem kleinen holzgetäfelten Restaurant Platz.
Im Sommer heben 80 weitere Kunden auf der Terrasse den UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
weiter mit Mausklick.... Das „Markthaus“ profitiert vom Wochenmarkt, der dienstags, freitags und samstags auf dem Wilhelmsplatz stattfindet. So können die Brüder nicht nur ihr Angebot vom nächsten Marktstand frisch auf den Tisch bringen. Die Marktbeschicker stärken sich schon am Morgen unter ihrem Dach mit dem Uhrtürmchen, und tagsüber kehren die Laufkunden ein. Jung und Alt fühlen sich gleichermaßen wohl hinter den Erkerfenstern des Restaurants. Besonders stolz sind die zwei Münchs darauf, dass sie auch den 30-Jährigen das Sauerkraut schmackhaft machen konnten.
Neben der bürgerlichen Kost, die Küchenchef Friedhelm Ecke zubereitet, bietet das „Markthaus“ drei Fassbiere an, zwölf Ausschankweine vom Rheingau-Riesling über den Chardonnay bis zum Edelzwicker und einen Apfelwein von der Kelterei Rothenbücher in Schöllkrippen. Als Partner der Hessischen Apfelweinroute stehen die Brüder Münch schließlich in der Pflicht. Auch vom
Obwohl sich rund um den Wilhelmsplatz acht weitere Gastronomen angesiedelt haben, setzen die Münchs auf Zusammenarbeit: „Das sind keine Konkurrenten, sondern Mitstreiter.“ Die Brüder wissen, was sie wollen. „Wir bleiben bodenständig“, sagt Jörg, und: „Wir machen unsere eigenen Trends“, verspricht Eric und denkt dabei an Partys auch an unkonventionellen Orten wie Fabrikhallen.

