Nordrhein-Westfalen

Fast alle Vorstände bestätigt

WUPPERTAL (gm). Haupttagesordnungspunkt bei der Jahreshauptversammlung der Kreisgruppen Wuppertal, Solingen, Remscheid und Kreis Mettmann war die Vorstandswahl. Die bewährten Vorstandsvorsitzenden und ihre Stellvertreter wurden im wesentlichen wiedergewählt. Den Vorstand für die Kreisgruppe Wuppertal bilden für die nächste Amtsperiode: Herbert Lorenz (Schützengesellschaft am Brill) mit seinen Stellvertretern Lothar Tepel (Onkel Ludwig) und Klaus Schwarz (Café-Restaurant Schwarz) und dem Berufsbildungsbeauftragten Lutz Schmand (Restaurant am Husar).

In der Kreisgruppe Solingen ist nach wie vor Klaus Striepen (Haus Striepen) der Vorsitzende. Zu seinen Stellvertretern wurden gewählt: Thorsten Steinhaus (Restaurant Globusmann), der gleichzeitig die Aufgabe des Berufsbildungsbeauftragten übernimmt, Jürgen Wodtke (Haus am Lehn), Franz W. Schwarz (Gaststätte Mumms), Petra Meis-Wachauf (Gaststätte Rüdenstein), Martin Jäger (Haus in den Straßen).

Eugen Kockenberg (Haus Neuenhof) ist der Vorsitzende der Kreisgruppe Remscheid. Seine Stellvertreter sind Uwe Petry (Haus Engelsburg), Manfred Noll-Baues (Hotel Berliner Hof). Für den Kreis Mettmann wurde Brigitte Taschke (Haus Poock) als Vorsitzende gewählt mit ihrem Stellvertreter und Berufsbildungsbeauftragten Rainer Schulte (Waldhotel Heiligenhaus).

Erschienen in der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung, Ausgabe 2002/16
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Talk mit dem Chefredakteur

»Erster Warnschuss«

Deutschlands Hoteliers sollten es sich eine Warnung sein lassen. Zwar hat Kanzlerin Merkel ein Machtwort gesprochen, doch zeigt der Vorstoß des FDP-Vize Pinkwart, dass der reduzierte Mehwertsteuersatz für Übernachtungen von kurzer Dauer sein könnte. Pinkwart, unterstützt von NRW-Ministerpräsident Rüttgers (CDU), drohte sogar, die Senkung der Mehrwertsteuer über eine Bundesratsinitiative zu revidieren, nahm das dann jedoch einige Tage später wieder zurück. SPD und Die Grünen fordern jedoch nach wie vor in Anträgen die Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung. Sollte darüber abgestimmt werden, könnte es vielleicht nochmal kritisch werden. In dem ganzen Hin und Her geht es nämlich längst nicht mehr um die Nöte der Hotellerie, die ja durch die Steuererleichterung gelindert werden sollten. Es geht um wahltaktische Manöver, um Imagefragen und um koalitionsinterne Ränkespiele. Doch am schwersten wiegt: Die Hotellerie steht zu ihrem Unglück stellvertretend für Klientelpolitik, für Sonderbehandlung auf Kosten aller.Diesem Eindruck muss sie entgegentreten, sonst ist die Steuererleichterung gefährdet. Umgekehrt muss ihr die Politik aber auch die Sicherheit geben, dass morgen nicht wieder alles passé ist. Dann kann die Hotellerie durch Taten zeigen, dass auch Dritte etwas davon haben. DEHOGA-Präsident Ernst Fischer geht den Weg über den Preis: Er hat die Zimmerpreise um 9 Prozent gesenkt. Doch das Gesetz ist kein „Hotelpreisreduzierungsgesetz“, sondern ein Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Wer sein Hotel renoviert, tut etwas für die Region: Er verschafft Dritten, nämlich Handwerkern und Zulieferern, Aufträgen und er macht die Region touristisch attraktiver, er bietet Gästen mehr Leistung. Immer mehr Hoteliers tun dies. Weiter so. Damit aus dem Warnschuss kein Abschuss wird.

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