Wettbewerb

Innocenti-Pokal geht an Christoph Stappmanns

Pokal-Teilnehmer: Christoph Stappmanns (Zweiter von rechts) mit Hermann Thiel (Dritter von rechts) und dem Kochclubvorsitzenden Jürgen Stöter (hinten links) Foto: Silke Liebig-Braunholz

KASSEL. Zwei wichtige Wettbewerbe für Auszubildende des dritten Ausbildungsjahres im Bereich Gastronomie und Hotellerie sind entschieden: Der 32. Innocenti-Pokal und der Metro Service Pokal. Den Kochwettbewerb um den 32. Innocenti-Pokal entschied Christoph Stappmanns vom Restaurant Gutshof in Kassel für sich. Er siegte vor Maxim Kunz vom Bürgerhaus Obervellmar und Mitja Fehring vom Landgasthof Reitz in Hofgeismar-Schöneberg.

Das Niveau vergangener Wettbewerbe sei schon höher gewesen, sagt Jurymitglied Hermann Thiel: "Für einige Teilnehmer ist der Conveniencedruck in den Betrieben wohl zu hoch." Nicht jeder konnte die Theorie in der Praxis zum Erfolg bringen. Umso erfreulicher für Küchenchef Jürgen Richter im Restaurant Gutshof in Kassel, dass sein Schützling den Innocenti-Pokal gewann.

Christoph Stappmanns ist einer seiner vier Auszubildenden und hat nicht zum ersten Mal an einem Kochwettbewerb teilgenommen. Im vergangenen Jahr gewann er im Team den Flachpokal 2008. Er sei ein Teamplayer und könne zielorientiert arbeiten, bestätigt Hermann Thiel dem Azubi. Seine Kreativität, die gute Arbeitsplanung und die Qualität des Menüs hätten ihm letztendlich zu einem souveränen Sieg verholfen.

Stappmanns setzte sich gegen 17 Teilnehmer durch. Acht von ihnen hatten in der Vorentscheidung ein Menü aus Kürbis, Garnele und Hasenrücken sowie ein Dessert mit zwei Komponenten kreiert. Beim Gala-Abend im Mövenpick Hotel mussten die Teilnehmer schließlich noch ihre Teamfähigkeit beweisen. "Diese Wettbewerbe motivieren die Auszubildenden, ihren Weg zu finden", sagt Küchenchef Richter, der seit 28 Jahren ausbildet.

Das starke Engagement des Kochclub Kassel als ausrichtender Verein, der Elisabeth-Knipping-Berufsschule (eks) und aller teilnehmenden Ausbilder wird seit diesem Jahr zudem von der Metro unterstützt. Der Handelskonzern hatte sich bereit erklärt, den zum Innocenti-Pokal parallel laufenden Service Pokal zu sponsern. Den ersten Metro Service Pokal gewann die angehende Hotelfachfrau Claudia Khairallah vor Soeren Amini und Nina Beesten.

Onlineartikel erschienen am 10.11.2009 auf dem Newsportal der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung
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»Erster Warnschuss«

Deutschlands Hoteliers sollten es sich eine Warnung sein lassen. Zwar hat Kanzlerin Merkel ein Machtwort gesprochen, doch zeigt der Vorstoß des FDP-Vize Pinkwart, dass der reduzierte Mehwertsteuersatz für Übernachtungen von kurzer Dauer sein könnte. Pinkwart, unterstützt von NRW-Ministerpräsident Rüttgers (CDU), drohte sogar, die Senkung der Mehrwertsteuer über eine Bundesratsinitiative zu revidieren, nahm das dann jedoch einige Tage später wieder zurück. SPD und Die Grünen fordern jedoch nach wie vor in Anträgen die Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung. Sollte darüber abgestimmt werden, könnte es vielleicht nochmal kritisch werden. In dem ganzen Hin und Her geht es nämlich längst nicht mehr um die Nöte der Hotellerie, die ja durch die Steuererleichterung gelindert werden sollten. Es geht um wahltaktische Manöver, um Imagefragen und um koalitionsinterne Ränkespiele. Doch am schwersten wiegt: Die Hotellerie steht zu ihrem Unglück stellvertretend für Klientelpolitik, für Sonderbehandlung auf Kosten aller.Diesem Eindruck muss sie entgegentreten, sonst ist die Steuererleichterung gefährdet. Umgekehrt muss ihr die Politik aber auch die Sicherheit geben, dass morgen nicht wieder alles passé ist. Dann kann die Hotellerie durch Taten zeigen, dass auch Dritte etwas davon haben. DEHOGA-Präsident Ernst Fischer geht den Weg über den Preis: Er hat die Zimmerpreise um 9 Prozent gesenkt. Doch das Gesetz ist kein „Hotelpreisreduzierungsgesetz“, sondern ein Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Wer sein Hotel renoviert, tut etwas für die Region: Er verschafft Dritten, nämlich Handwerkern und Zulieferern, Aufträgen und er macht die Region touristisch attraktiver, er bietet Gästen mehr Leistung. Immer mehr Hoteliers tun dies. Weiter so. Damit aus dem Warnschuss kein Abschuss wird.

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