Oldenburg: Hoteliers denken über Investitionen nach
OLDENBURG. Mit Freude hat die Oldenburger Hotellerie die geplante Reduzierung der Mehrwertsteuer für Beherbergungsleistungen von 19 auf 7 Prozent registriert. Das hat bereits dazu geführt, dass die Hotelliers vor Ort über Investitionen in ihre Häuser nachdenken.
"Wenn es zu der Senkung der Mehrwertsteuer kommen sollte, ist das ein gutes Signal an die Hotellerie. Auch wenn die Regelung die Abrechnungen für die Hotelliers erschweren wird, müssen sie doch das Frühstück, das weiter mit 19 Prozent belegt ist, aus dem Übernachtungspreis heraus rechnen. Da entsteht schon ein nicht zu unterschätzender Aufwand für die einzelnen Häuser", äußert Silke Fennemann, Geschäftsführerin der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH OTM.
"Ich weiß auch aus der Oldenburger Hotellerie, dass dieses Signal sehr positiv aufgenommen wird. Danach gehe ich davon aus, dass die Preise im kommenden Jahr gehalten werden und es keine Erhöhung gibt. Und dass das Geld, das theoretisch übrig bleibt, ins Marketing und in die Häuser selber gesteckt wird", fügt sie hinzu. Wobei sie sich darüber freut, dass die Hotellerie "augenscheinlich die richtigen Schlüsse" aus dem im September dieses Jahres vorgestellten Gutachten über die Hotelsituation vor Ort der Consultingfirma GHH gezogen hat. Dieses besagte unter anderem, dass weitere Investitionen in den Oldenburger Hotellerie sowie eine Fortbildung des Personals notwendig seien.
Auch Gustav Wehen, erster Vorsitzender des DEHOGA-Stadtverbands Oldenburg, geht davon aus, dass ein Teil des durch die Mehrwertsteuer-Senkung eingesparten Geldes in die Häuser investiert wird: "Ein Teil sollte aber auch an das Personal abgegeben werden. Ich gehe zudem davon aus, dass die Hotels im kommenden Jahr auf Preiserhöhungen verzichten, die sonst wohl unumgänglich gewesen wären".
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