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Robert Hülsmann Foto: Regina Goldlücke

Nordrhein-Westfalen

Alles neu zwischen Himmel und Äad

Brasserie Hülsmann in Meerbusch startet mit bodenständiger Küche / Robert Hülsmann kehrt an heimischen Herd zurück

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/12 vom 22. März 2008
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MEERBUSCH. „Der gute alte Lindenhof ist tot. Es lebe die Brasserie Hülsmann.“ Der Landhausstil war gestern, heute dominiert französisch-authentisches Ambiente. Alles ist neu: das Mobiliar, die Speisekarte und auch die junge Geschäftsführerin Jennifer Hülsmann.

Sie leitet das Lokal gemeinsam mit ihrer Mutter Doris, die es nach mehr als zwei Jahrzehnten ruhiger angehen lässt. Der neue Küchenchef ist ein alter Hase und in Düsseldorfer Gastrokreisen kein unbeschriebenes Blatt: Mit der Rückkehr von Robert Hülsmann an den Herd wird das Familienunternehmen komplett. In seinem spanischen Exil war es dem einstigen Sterne-Koch zuletzt wohl etwas langweilig geworden, vor allem aber wollte er seiner Tochter Jennifer Starthilfe geben.

Die 24-jährige Hotelkauffrau übersprang nach ihrer Lehre im Steigenberger Parkhotel die Hürde zur Chefin. „Ein großer Schritt“, betont sie. „Anfangs hatte ich Angst, der Aufgabe nicht gewachsen zu sein.“ Ein paar Wochen nach der Neueröffnung steht fest: Die Stammgäste haben die radikale Renovierung gut angenommen. Zudem lassen sich zahlreiche Neugierige von Hülsmanns Kochkünsten anlocken, die zuvor mehreren Restaurants zum Erfolg verholfen hatten.

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Nach dem Gourmet-Tempel Robert’s etablierte Hülsmann mit seiner damaligen Frau Doris zuerst den Lindenhof in Meerbusch-Büderich und anschließend Roberts Bistro im Düsseldorfer Medienhafen – um sich dann ganz aus der Küche zu verabschieden. Jetzt nimmt er mit neuen Rezepten wieder Fahrt auf, darunter Wurst, Sülze und Pasteten vom hauseigenen Metzger. Auch die rheinische und bodenständige Küche gehören dazu, wie zum Beispiel gebratene Blutwurst „Himmel und Äad“, Pannas mit Sonnenblumenkernen oder Senfrostbraten. Sie bilden eine kulinarische Allianz mit feinen Krustentieren aus dem Aquarium. Das Brasserie-Konzept heckten Vater und Tochter Hülsmann gemeinsam aus. „Es sollte etwas sein, was es in und um Düsseldorf noch nicht gibt. Mein Vater blüht hier richtig auf.“ Die Küche bleibt durchgehend geöffnet, dafür gönnt man sich zwei Ruhetage. „Damit die Mitarbeiter sich besser erholen können“, sagt die junge Chefin. Jennifer Hülsmann rief zudem ein gemeinsames Essen fürs Personal ins Leben und weiß: „Das ist gut fürs Arbeitsklima. Motivation ist wichtig.“Regina Goldlücke

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