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Bayern

Bayern bleibt an der Spitze

Wirtschaftsminister Huber: Freistaat ist die Nummer eins im Tourismus / Besonders Städtereisen und Wintersport boomen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/48 vom 2. Dezember 2006
 Astrid Filzek-Schwab

MÜNCHEN. Die bayerische Tourismusbranche hat von der Fußball-Weltmeisterschaft und dem Papstbesuch in diesem Jahr nicht groß profitiert. Zwar stieg die Zahl der Touristen bis September um 2 Prozent an, allerdings stagnierte die Zahl der Übernachtungen. Das teilte Wirtschaftsminister Erwin Huber auf der Tourismus-Jahrespressekonferenz mit.

Der neue Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes Siegfried Gallus nahm die touristische Nullnummer Fußball-WM gelassen hin. „Die erwarteten leichten Umsatzrückgänge müssen als WerbungskostenAlle Aufwendungen, die im Sinne des Einkommensteuergesetzes zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen anfallen.
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für die nächsten Jahre angesehen werden“, meinte Gallus. So sieht dies auch Richard Adam. Der GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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der Bayern Tourismus Marketing GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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rechnet für die Zeit bis 2010 mit einem Übernachtungsplus von 20 Prozent als Nachwirkung der Fußball-Weltmeisterschaft.

Bei ausländischen Touristen wird Bayern immer beliebter: Um 7,8 Prozent ist deren Zahl in diesem Jahr (Januar bis September) gestiegen. Bei den Übernachtungen beträgt der Zuwachs 8,6 Prozent. Besonders beliebt ist Bayern in Osteuropa und Asien: „Die Gästezahlen aus Russland stiegen um 12,4 Prozent und aus Polen um 23,3 Prozent“, so Huber. Stark stiegen die Zahlen der Besucher aus Amerika.

Insgesamt nahm, so Huber, die Zahl der Gästeankünfte von Januar bis Ende September auf 19,7 Mio. zu. Hingegen verringerte sich die Zahl der Übernachtungen um 0,7 Prozent auf 59,1 Mio. Bayern konnte mit mehr als 21 Prozent aller Übernachtungen seinen Spitzenplatz unter den deutschen Bundesländern behaupten. Gewinner war der Städtetourismus, der laut Huber einen Boom erlebt. Seit 1996 nahmen hier die Übernachtungszahlen um 30 Prozent zu, während sie im ländlichen Raum im gleichen Zeitraum um 7,1 Prozent zurückgingen.

Diese Entwicklung kann auch die Münchener Tourismuschefin Gabriele Weishäupl bestätigen. Hier ist die Zahl der Übernachtungen in den ersten neun Monaten dieses Jahres gegenüber dem gleichen Zeitraum 2005 um 3 Prozent gestiegen. 6,6 Mio. zählten die Münchner Bettenanbieter. Die Zahl der Gäste erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2006 um 3,4 Prozent auf 3,2 Mio. Studien zufolge bringe der Tourismus jährlich rund 5,8 Mrd. Euro in Münchner Kassen.

Wichtigste Säule des Tourismus im Freistaat sei der Wintersport. 40 Prozent aller Übernachtungen werden durch ihn generiert. Deshalb will Huber künftig verstärkt auf den Wintertourismus setzen. Mit der alpinen Ski-Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen habe der Freistaat die große Chance, die Vorzüge Bayerns als Wintersportstandort weltweit bekannt zu machen.

Der Freistaat werde dazu wichtige Investitionsprojekte finanziell unterstützen. Huber forderte massive Investitionen in die Qualität der Hotels und Gaststätten. Im Rahmen einer Modernisierungsoffensive stellte er ab Januar 2007 zinsgünstige DarlehenSchuldrechtlicher Vertrag, der den Darlehensgeber verpflichtet, einen bestimmten Geldbetrag oder eine Sache dem Darlehensnehmer zur Verfügung zu stellen.
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in Aussicht. Eine Ankündigung, die auch bei BHG-Präsident Gallus auf Zustimmung stieß. Astrid Filzek-Schwab


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