Bayern Erholen wie früher die Nonnen
Virginiaheim in Füssen heißt jetzt Villa Toscana / Neue Weinbar, Tagungen und Wellness
FÜSSEN. Für das Virginiaheim der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser hat in Füssen ein neues Zeitalter begonnen. Nach zahlreichen Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen präsentiert sich jetzt das ehemalige Schwestern-Erholungsheim als Hotel Villa Toscana. Seit Ostern läuft der Betrieb im „Hotel mit mediterranem Flair“, wie es Ines Auerbacher, Projektleiterin der Betriebsgesellschaft Treugast Solutions Group aus München, formuliert. Besitzer bleibt der Orden, Pächter und Betreiber ist die Treugast. Im Sommer soll die Hotel-Eröffnung gefeiert werden.
„Für unser Hotel Villa Toscana (31 Zimmer) suchen wir einen Rezeptionsmitarbeiter“, warb Hoteldirektor Michael Zeller in einer Zeitungsanzeige um ein neues Mitglied seines Teams. Dazu gehören auf den Ausbildungsplätzen auch zwei Studenten im dualen System. Michael Zeller hat die Arbeit in der Hotellerie quasi in die Wiege gelegt bekommen. Der 30-Jährige stammt aus einer Hoteliersfamilie in Wiggensbach. Für das neue Hotel im Ostallgäuer Ferienort Füssen begeisterte er sich vom ersten Moment an.
Ende vergangenen Jahres zog sich der Orden der Niederbronner Schwestern aus seinem Standort Füssen zurück. Für die Treugast ist das nur ein paar Gehminuten von der Füssener Altstadt-Fußgängerzone entfernt gelegene, traumhafte Areal einer der Trümpfe im Angebot an die Hotelgäste. „Die Lage auf einem sanften Hügel, die Säulen, die kleinen Balkone und Terrassen erinnern an ein toskanisches Landhaus. Deshalb haben wir den mediterranen Stil aufleben lassen“, so Ines Auerbacher. Treugast-Geschäftsführer Thomas Schlieper verweist auf die Geschichte des historischen Hauses, die fest in das neue Konzept integriert worden ist: „Die ehemalige Kapelle ist nun ein professioneller Tagungsraum für bis zu 25 Personen. Außerdem ergänzen die hauseigenen Antiquitäten und die Bibliothek das private Ambiente der Villa Toscana wunderbar.“
Einen „Umbau mit Fingerspitzengefühl“ wünschte sich auch Schwester Ehrengard, die letzte Oberin der Niederbronner Schwestern, vor ihrem Abschied aus Füssen. Und sie betonte: „Der Park bleibt – abgesehen von Pflegemaßnahmen – unverändert.“ Ines Auerbacher: „Die Villa Toscana ist nach dem Soleo Hotel am Park in Bad Dürrheim und dem Kaiser 23 in Wien die dritte Immobilie, die von der Treugast Solutions Group im Auftrag der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser erfolgreich in ein Hotel überführt worden ist.“
In Füssen blieb der Zuschnitt der vorhandenen Zimmer unverändert. Aber völlig erneuert wurde die Einrichtung. Entstanden sind auch eine Weinbar mit kleiner Küche und ein Billardraum sowie ein kleiner WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
weiter mit Mausklick...-Bereich mit Sauna und Dampfbad. Ein öffentliches Gastronomie-Angebot mit Café oder Restaurant ist derzeit nicht vorgesehen. ap


