Bayern Münchner geben Gas
Unternehmer gründen Tourismusfond unter Vorsitz von Hotelier Conrad Mayer
MÜNCHEN. „TIM ist ein Meilenstein“, sagte Dieter Reiter, Referent für Arbeit und Wirtschaft in München, als im Hotel Bayerischer Hof die neu gegründete Tourismus Initiative München (TIM) vorgestellt wurde. Mit Conrad Mayer, Vorsitzender des TIM-Gründungsvorstands, stellte er das neue Konzept in Sachen Stadtmarketing vor. Mayer, der viel Herzblut in die Gründung des Vereins investierte, unterstrich: „München wird aus Marketingsicht bisher als schlafender Riese betrachtet, jetzt ist die Konkurrenz
weiter mit Mausklick... im Städtetourismus hellwach.“
Mayer sprach von einem Paradigmenwechsel im Stadtmarketing. Will heißen: Weg von Einzel-Aktionen wie 200 Jahre Biergarten oder gängigen Oktoberfest-Bildern, die der TouristPerson, welche an einen Ort reist, der nicht regelmäßiger Aufenthalts- oder Arbeitsort ist.
weiter mit Mausklick... mit München verbindet. „Wir können zum ersten Mal eine langfristige Strategie entwickeln und darauf zielgerecht aufbauen“, so Mayer. Voraussetzung dafür war, dass die Stadt die Bettensteuer kippte.
Besonderheit beim neuen Münchner Modell ist das Mitspracherecht für Hotels, Gaststätten und die Wiesnwirte, aber auch Einzelhandel, kulturelle Träger und „Big Player“, wie die MesseIm wirtschaftlichen Sinne eine zeitlich begrenzte, wiederkehrende Veranstaltung auf einem bestimmten Gelände, die es Produzenten oder Verkäufern einer Ware bzw.
weiter mit Mausklick... München, BMW Welt, der Flughafen, die Allianzarena und wahrscheinlich der FC Bayern. „Wir alle sind froh, die touristische Arbeit der Stadt mitzugestalten“, sagte Innegrit Volkhardt, Chefin des Hotel Bayerischer Hof.
TIM basiert auf einem Tourismusfonds, der sich aus 500.000 Euro von der Stadt München sowie 500.000 Euro durch Mitgliedsbeiträge zusammensetzt (AHGZvom 17. Dezember). Im zweiten Jahr soll der Fonds auf 2 Mio. Euro ansteigen. Reiter sieht keine Probleme, die Initiative künftig aus seinem 6,5 Mio. Euro starken Budget noch mehr zu stärken. „Ich bringe meine gesamten, auch personellen RessourcenProduktionsfaktoren , die somit die Basis für einen Wettbewerbsvorteil darstellen können.
weiter mit Mausklick... ein“, betonte er. Einen Big Bang werde es nicht geben, eher einen „gleitenden“ Übergang. Der TIM-VorstandNeben der Hauptversammlung und dem Aufsichtsrat eines der drei Organe einer Aktiengesellschaft.
weiter mit Mausklick... soll auch Mitspracherecht beim künftigen Tourismuschefs haben. Die Nachfolge von Gabriele Weishäupl soll bis Ende 2012 geklärt sein.
Erste Projekte des TIM sollen in einem Jahr feststehen. „Beginnen werden wir mit einer Analyse der touristischen Marke München“, erläuterte Birgit Häffner, stellvertretende Vorsitzende des Gründungsvorstands.
Karin Gabler

