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Rauchverbot

Branchenpolitik

Bayern: Randpartei will strengeres Rauchverbot

30. April 2009
von  Alexandra Leibfried

MÜNCHEN. Endlich hat die Bayerische Landesregierung liberal die Belange von Rauchern und Nichtrauchern berücksichigt, könnte man als Gastwirt und Hotelier meinen. Nun regen sich neue Proteste. Die Randpartei Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) will im Wahljahr die CSU wegen ihres Abweichens vom absoluten angreifen. Der 2 Prozent starke Gegner plant ein Volksbegehren für ein neues, wieder strengeres Rauchverbot in Bayern.

Die CSU habe sich zuerst gebrüstet, das strengste Rauchverbot der Republik einzuführen und sei dann unter dem Protest von Wirten und Gästen eingeknickt, heißt es aus ÖDP-Kreisen. Nach 9 Monaten absoluten Rauchverbotes in Bayern von Januar 2008 bis September, soll bald in Nebenzimmern und Bierzelten offiziell wieder geraucht werden. AHGZ-Informationen zufolge drücken die Behörden bereits beide Augen zu. Dagegen will die ÖDP ein Volksbegehren starten und rechnet mit vielen Unterschriften.

Die Vorgeschichte: Bei den Landtagswahlen im vergangen Herbst hatte bekam die CSU erstmals keine absolute Mehrwert und regiert seitdem zusammen mit der FDP. Der Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) liberalisiert nun das strikte Nichtraucherschutzgesetz, das unter seinem Vorgänger Günther Beckstein (CSU) beschlossen worden war.

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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

Ingo Rasch, Herten/Westfalen
Ingo Rasch, Herten/Westfalen

07.05.2009 um 16:26

Betreff: Bayern: Randpartei will strengeres Rauchverbot

Gerade von einer Reise in Niedersachsen zurück, während der ich schmerzlich meinen Afterdinner-Zigarillo vermissen musste, kann ich nur den Kopf schütteln über diese neuerliche Initiative. Mit etwas Toleranz und Kreativität wäre ein freundliches Miteinander beider Gruppen möglich. Dort, wo technisch machbar, werden Glasbarrieren eingebaut, oder ein Nebenraum freundlich ausgestaltet. Dort finden Raucher dann einen annehmbaren Platz und die Möglichkeit, zum Bier, Whiskey, oder dem Kaffee danach ihren Zigarillo, ihre Pfeife oder meinethalben auch ihre Zigarette auszupacken, ohne gleich mit Gewalttätern oder Kinderschändern gleichgesetzt, sich in dunkle Ecken und Kellerlöcher verkriechen zu müssen. Nichtraucher sind nicht automatisch bessere Menschen, auch wenn fehlgeleitete Politiker oder rabbiate Journalisten uns das weißmachen wollen. Und Raucher sind nicht automatisch schlechtere Menschen, nur weil sie ein anderes Hobby haben. Wann hört dieser, von wirklichen Problemen nur ablenkende, Scheinfeldzug endlich auf? Zu den anstehenden Wahlen sollte sich jeder die Politiker und ihre Programme gut ansehen und sich vor Hetzkampagnen hüten!

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