Bayern Südtiroler Flair in München
Das neue Restaurant Max Essbar kombiniert alpenländische Küche mit modernem Ambiente / Zulieferer aus der Region
MÜNCHEN. Passend zu seiner Lage in der Maxvorstadt heißt das neue Restaurant in der Münchner Schraudolphstraße Max Essbar. Die Inhaber sind Wolfgang Unterer und Alexandra Bollinger. Das Paar will südtirolerisch-alpenländische Küche bieten. Kein Wunder, Wolfgang Unterer ist gebürtiger Südtiroler und Alexandra Bollinger hat österreichische Wurzeln.
Im Max Essbar kümmert Unterer sich um Getränke und die Bar, die gelernte Marketingfrau Bollinger um den Einkauf und die Küche. Als Gastro-Quereinsteiger betreibt Unterer bereits seit zehn Jahren in München die Cocktailbar Pomp, in unmittelbarer Nähe zum Max Essbar.
Kein Wirtshausstil
„Ich wollte zur Bar noch ein Lokal mit guter alpenländisch inspirierter Küche. Man wird ja nicht jünger“, erklärt der 37-jährige seine Ambitionen. Die neue Max Essbar sollte etwas sein, was es bislang in Schwabing noch nicht gab – „Italienische und bayerische Küche gibt es hier zuhauf – aber südtirolerisch-österreichische Küche in einem modernen Lokal noch nicht“. Es sollte aber nicht urtümlich sein, eher ein modern interpretierter alpenländi-scher Stil. Das Interieur ist geprägt durch dunkles Holz, Backstein und Licht in warmen Farben.
Die Hälfte des Raumes nimmt die Bar ein, entlang der Fensterfront kommen Stehtische dazu. Dahinter, etwas erhöht, folgt der Restaurant-Bereich mit einer umlaufenden Holzbank sowie edlen grauen Ledersesseln und fein gedeckten Tischen – weißes Porzellan auf blau-weiß-karierten Tischdecken. „Wir haben extra kein helles Blau genommen – damit es nicht nach Wirtshaus aussieht“, so Bollinger. Die hintere Wand ist mit Baumstamm-Querschnitten dekoriert. Ein paar Details – wie das obligatorische Hirschgeweih oder das Kuhfell auf den Barhockern sind augenzwinkernde Anspielungen auf die Hüttengaudi.
Thomas Kubach ist für die Küche verantwortlich. „Wir achten sehr darauf, dass unsere Zutaten regional sind“, so der Küchenmeister. Er hat in Baden-Baden im Europäischen Hof gelernt. Danach hat er in berühmten Hotels gearbeitet, unter anderem im Berliner Ritz Carlton, im Alsterhotel in Hamburg sowie bei Harald Wohlfahrt in der Traube Tonbach.
Die Speisekarte im Max Essbar orientiert sich am saisonalen Angebot. „Unsere Ausrichtung bleibt bei einer Küche, die wir als alpenländisch bezeichnen, da die Speisen und Gerichte ihren Ursprung in Süddeutschland, Österreich und Norditalien haben. Frische Produkte aus der Region und kurze Lieferwege sind somit selbstverständlich“, sagt Kubach.
Einige Klassiker stehen immer auf der Karte, wie etwa Südtiroler Speck- oder Spinatknödel und ein Schmankerl-Teller mit Vinschgauer Käse, Kaminwurzen und Schüttelbrot sowie das Wiener Schnitzel. Auf der wöchentlich wechselnden Karte gibt es zirka 12 bis 15 Gerichte: als Vorspeise etwa Südtiroler Semmelknödel-Carpaccio mit frischen Pfifferlingen und Speckwürfeln, als Hauptgericht Rinderfilet mit hausgemachter Kräuterbutter, Rosmarinkartoffeln und Gemüse. Zum Dessert kann der Gast sich hausgemachten Kaiserschmarrn mit Mandeln, Rosinen und Rum schmecken lassen. Dazu stehen auf einer Tafel noch drei bis fünf Tagesgerichte. „Es gibt das, was gerade aktuell ist.“
Cocktails aus der eigenen Bar
Die Weinkarte wird bislang noch ständig erweitert und vervollständigt. „Der Fokus bleibt: exquisite Weine aus Südtirol, Österreich und Süddeutschland“, erläutert Unterer. Eine Flasche Lugana, Weißwein vom Gardasee, ist ab 19,50 Euro zu haben. An der Bar nutzt Unterer die Synergie-Effekte zur eigenen Bar Pomp: Die Cocktails (Leseprobe und weitere Informationen zum Buch "Cocktails") von dort sind nun auch in der Max Essbar zu haben. Astrid Filzek-Schwab

