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Baden-Württemberg

Begeisterung und Erfolg

Klaus Kobjoll spricht auf dem Konstanzer Gastro-Forum über Chancen für die Gastronomie

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/19 vom 13. Mai 2006

KONSTANZ Wer erfolgreich sein will, muss sich auf den Gast von Morgen einstellen. Das sagte Referent Klaus Kobjoll seinen Zuhörern beim Gastro-Forum in Konstanz. Zu der nunmehr vierten Veranstaltung des DEHOGA Schwarzwald-Bodensee waren in diesem Jahr auffällig viele Nachwuchskräfte ins Steigenberger Inselhotel nach Konstanz gekommen. „Mit dem Forum wollen wir den Gastronomen nicht nur eine Plattform zum fachlichen Austausch und zur Kommunikation bieten, sondern mit erstklassigen Referenten auch ein Fortbildungsseminar der Extraklasse“, sagte der Mitinitiator und Verbandspräsident Dieter Wäschle.

Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung stand diesmal unter dem Motto „Mit Begeisterung zum Erfolg“. Mit Klaus Kobjoll wurde ein Referent verpflichtet, der das Thema ebenso sachkundig wie unterhaltsam anging. Kobjoll ist Inhaber des Hotels Schindlerhof in Nürnberg-Boxdorf. Ständiges und systematisches Überdenken, Querdenken und Erneuern lautet seine Devise, die gleichzeitig Geheimnis des Erfolges ist. Da hierzu immer auch Investitionen gehörten, sei der Pächter ein Unternehmer zweiter Klasse. „Mit dem Rating nach Basel II wird es ab 2007 für die Gastronomie noch schwieriger werden, Kredite zu bekommen. Wenn ich aber eine Immobilie als Sicherheit vorweisen kann, bekomme ich wesentlich bessere Konditionen, als wenn ich versuche, mit einem Pachtvertrag in der Hand ans Geld für die dringend notwendige neue Küche zu kommen“, bringt er das sensible Thema auf den Punkt. Einen klaren Kopf könne man nur dann haben, wenn dieser nicht in der „Bank-Schlinge“ stecke. Auch rät er den Kollegen, mit der Hausbank eine Kreditlinie zu vereinbaren. Jeder Tag im nur geduldeten Soll verschlechtere das Rating.

„Der Markt ist voller Nischen, die gefüllt werden wollen, weil der Kunde die Attraktivität jener Produkte besonders schätzt, die er eben nicht an jeder Ecke bekommt“, so Kobjoll. Wer sich als Gastronom einen Expertenstatus erarbeite und eine eigene Marke kreiere, der werde auch in Zukunft nicht über schlechte Umsätze klagen.

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