Berlin Almodóvar-Start überschattet
Vegetarisches Bio-Design-Hotel eröffnet in Berlin / Maskierte verwüsten Haus, das sich der Nachhaltigkeit verschrieben hat
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BERLIN. Nun hat es eröffnet: das „erste vegetarische Bio-Design-Hotel“. Das klingt etwas überzogen und weckt erst einmal Zweifel. Die aber sind gänzlich unbegründet. Das Almodóvar ist ein zertifiziertes Bio-Hotel, es besitzt ein vegetarisches Bistro, berücksichtigt baubiologische und -ökologische Grundsätze. Im Gegensatz zu vielen anderen „Design-Hotels“ setzt das Almodóvar tatsächlich auf eigenständiges, kreatives und nachhaltiges Design. Das haben die Eigentümer und Hotellerie-Quereinsteiger Alexandra Müller-Benz und Axel Benz teils mit einem Team entwickelt, teils weltweit zusammengesucht.
Dennoch gefällt dies nicht allen. So wurde das Almodóvar nur eine Woche nach seiner Eröffnung von vermummten Gewalttätern überfallen (ahgz.de berichtete). „Wir haben sehr viel positive Resonanz auf unser Haus aus dem Kiez bekommen“, sagt Axel Benz, Inhaber, Technischer Leiter des Hotels und im Hauptberuf Professor für Wirtschaftsinformatik. „Dass wir Opfer einer Gewalttat wurden, trifft uns tief.“ Betroffen war auch die Lobby des Hotels mit Rezeption und Loungebereich – hier wurden teilweise Möbel zerstört. Dabei sind fast alle Einrichtungsstücke eigens für das Hotel angefertigt worden. Der eigenständige Stil setzt sich im vegetarischen Bistrot Bardot fort. „Wir wollen zeigen, dass sich Nachhaltigkeit und Konsum nicht ausschließen, dass man ein gutes Leben haben und trotzdem die Erde für die nachfolgende Generation halbwegs ordentlich hinterlassen kann“, erläutert Alexandra Müller-Benz, CEO des Hotels, in das insgesamt 7,5 Mio. Euro investiert wurden.
Im Hauptberuf ist Müller-Benz Geschäftsführerin der angrenzenden Akademie Campus Naturalis, einem Unternehmen für ganzheitliche Gesundheitsbildung. Die Akademie wird künftig auch den 1000 Quadratmeter großen Tagungsbereich des Hauses mit nutzen. „Die Besucher der Akademie buchen sich ebenso in die 60 Zimmer, vier Suiten und zwei Apartments ein wie Geschäftsreisende und Städtetouristen“, sagt Müller-Benz. Erst im November wird die fünfte EtageDie einzelnen Stockwerke eines Beherbergungsbetriebs.
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