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Ein Prosit auf die weiter erfolgreiche Tourismusentwicklung: (von links) Willy Weiland, Präsident DEHOGA Berlin, Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin DEHOGA-Bundesverband und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit Foto: Marion Schlag

Berlin Auf Touristen ist Verlass

Neujahrsempfang des DEHOGA Berlin: Neuer Airport soll die Übernachtungszahl auf 25 Millionen schnellen lassen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/4 vom 21. Januar 2012
von  

. Mehr als 22 Mio. Übernachtungen in der Hauptstadt – diese neue Rekordzahl stellte Willy Weiland, Präsident Berlin, für das abgelaufene Jahr in Aussicht. Dabei berief er sich auf vorsichtige, aber realistische Prognosen.

Bereits von Januar bis Oktober konnte bei den Übernachtungszahlen in Berlin ein Plus von 6 Prozent ermittelt werden. Die deutsche Hauptstadt liegt damit im europäischen Städte-Ranking auf Platz drei hinter London und Paris. Höchst zufrieden hätten sich auch die internationalen Besucherzahlen und der Kongresstourismus mit 114.000 Veranstaltungen in 2011 entwickelt, betonte der Präsident beim traditionellen Neujahrsempfang des DEHOGA Berlin mit 450 Verbandsmitgliedern, Geschäftspartnern, Politikern und Medienvertretern.

Alle ziehen an einem Strang

Dieses positive Ergebnis sei in Zusammenarbeit mit vielen Partnern erreicht worden, sagte Weiland. Als Beispiele nannte er die Messe Berlin, die Marketingexperten von Visit Berlin, die DEHOGA Partnerhotels e.V. und die Wirtschaftsfördergesellschaft Partner für Berlin. Explizit dankte Willy Weiland dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, und dem Wirtschaftssenat für das Engagement in Sachen Tourismus.

Mit Blick auf den Jahresumsatz der Branche von 9 Mrd. Euro, 50.000 direkt im Gastgewerbe angesiedelten Arbeits- und 5000 Ausbildungsplätzen unterstrich Weiland die Bedeutung der Branche. „Doch nicht nur unser Gewerbe profitiert von dem Run auf Berlin. Auch der Einzelhandel, Fluglinien, Taxiunternehmen und weitere Dienstleister haben etwas davon“, erläuterte der Präsident des DEHOGA Berlin.

Mittlerweile sind mehr als eine Viertel Million Menschen vom Tourismus abhängig. Auch unter diesem Aspekt kritisierte Willy Weiland die geplante als einseitig das Beherbergungsgewerbe belastende Kostenumlage. „Wir werden die Entscheidung einer City Tax nur akzeptieren, wenn Rechtssicherheit besteht“, betonte Weiland.

Auch andere problematische Themen wie das Hygienebarometer für Gaststätten und die Veröffentlichung von Kontrollergebnissen im Internet, der stetig wachsende Berliner Hotelmarkt und der verschärfte Fachkräftemangel sparte er nicht aus. Mit der erstmals organisierten Veranstaltung „Lange Nacht der Aus- und Weiterbildung bei den Gastgebern Berlins“ will der Verband junge Leute für eine Tätigkeit in der Branche interessieren (siehe Kurz notiert auf dieser Seite).

Auch künftig hoch hinaus

Mit Spannung erwartet das Gastgewerbe den Start des neuen Airports Berlin Brandenburg (BER). Mit seiner Eröffnung verband Willy Weiland die Hoffnung auf höhere Besucherströme und noch mehr Hotelbuchungen – zwischen 23 und 25 Mio. Übernachtungen. Mit der Inbetriebnahme des BER beginne „eine neue Ära im Berliner Flugverkehr“ stimmte der Regierende Bürgermeister, Klaus Wowereit, dem Präsident des DEHOGA Berlin zu. Durch die bisher avisierten 40 neuen Nonstopverbindungen ließe sich die im vergangenen Jahr erzielte Zahl von 24 Mio. Fluggästen überbieten, so Klaus Wowereit.

Dem weiteren Hotelbau in der Spreemetropole stand der Politiker nicht zuletzt wegen der erweiterten Jobmöglichkeiten aufgeschlossen gegenüber. „Wie viele Gästebetten diese Stadt braucht, kann man in einer Marktwirtschaft nicht steuern“, stellte er klar. Beim Reizthema City Tax plädierte Wowereit für einen sachlichen Dialog. Rechtssicherheit vorausgesetzt, werde die von der neuen Koalition beschlossene Abgabe vorzugsweise für die touristische Infrastruktur der Stadt verwendet, versicherte der Regierende Bürgermeister.Marion Schlag




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