Hotellerie
Berlin: Café Adlon verkauft Namensrechte an Kempinski-Hotel
von Viola Katemann
BERLIN. Namen sind Schall und Rauch? Von wegen. Seit mehr als 12 Jahren streiten sich die Adlon Holding (Fundus-Gruppe), die das Hotel am Brandenburger Tor betreibt, und das Café Adlon am Kurfürsten-Damm mit Inhaber Mehdi Sharif um den Namen. Jetzt hat der Ärger endlich ein Ende: Sharif hat den Namen seines Lokals nun an die Fundus Gruppe verkauft.
Das Café Adlon gibt es bereits seit 1982, 1990 ließ sich Sharif den Namen schützen. Als 1997 das Hotel Adlon eröffnete, fing der Streit an. 2002 entschied der Bundesgerichtshof, dass beide Betreiber den Namen verwenden dürften. Jetzt hat Sharif seine Rechte komplett abgegeben. Zu welchem Preis ist nicht bekannt.
Am 12. September soll die letzte Adlon-Party im Café am Kudamm starten. Anschließend bekommt das Café einen neuen Namen: Destino. In der Hoffnung, dass es von diesem kein zweites gibt...

