Tourismus
Berlin-Tourismus: Mit Mut gegen die Krise
BERLIN. Nach der positiven Bilanz von 2008 mit weiter gestiegenen Besucherzahlen und einem Übernachtungsplus gegenüber dem Vorjahr erwartet das Berliner Gastgewerbe ein schwieriges 2009. Angesichts der globalen Krise sind keine signifikante Steigerungsraten zu erwarten.
Doch aller negativen Aussichten zum Trotz, ermunterte Willy Weiland, Präsident des DEHOGA Berlin, seine Kollegen, sich mit realistischem Optimismus der Situation zu stellen. „Berlin ist eine starke Marke mit einem attraktiven touristischen Umfeld. Auf diesem Fundament müssen wir bauen", so der stets engagierte Hotelier.
Erfolgreiche Zusammenarbeit
Zum traditionellen Treffen des DEHOGA Berlin mit rund 500 Branchenvertretern sowie Gästen aus Politik, Wirtschaft und den Medien waren auch DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges und der Geschäftsführer der Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM), Burkhard Kieker, gekommen. Weiland dankte allen Kollegen, den Marketingexperten, dem Einzelhandelsverband, der IHK und dem Senat für ihren Einsatz in der Sache, insbesondere am „Runden Tisch Tourismus" und im Arbeitskreis „Service in the City". Mit Bezug auf die praktikable Umsetzung des Nichtraucherschutzgesetzes und die Einführung der Umweltzone sei Berlin beispielgebend für eine erfolgreiche touristische Zusammenarbeit, betonte er.
Kritik übte Weiland allerdings an mehreren Aktionen verschiedener Stadtbezirke, etwa an der Einschränkung des Open-Air-Betriebes, der Einführung eines Smiley-Systems sowie dem geplanten Werbeverbot für Tabak und Alkohol. Außer einem zusätzlichen Verwaltungsaufwand befürchtet die Branche Wettbewerbsverzerrungen und Unsicherheit beim Verbraucher. „Der Tourismus ist für Berlin von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung", unterstrich Willy Weiland. Experten zufolge belaufen sich die durch diese Branche generierten Bruttoumsätze inzwischen auf insgesamt 8,41 Mrd. Euro im Jahr. Auch die Zahl der Arbeits- und Ausbildungsplätze ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, auf etwa 255.000.
Keine Billigangebote
Für 2009 kündigte Weiland an, das Tagungs- und Kongressgeschäft weiter zu forcieren (AHGZ vom 10. Januar). Eindringlich appellierte er an die Gastronomen und Hoteliers, keine Billigangebote zu machen und Kost und Logis unter Wert zu verkaufen: „Unser Preis-Leistungs-Verhältnis ist ausgezeichnet." Abschließend dankte der Präsident des DEHOGA Berlin den vielen im Ehrenamt tätigen Mitgliedern, ohne die der Verband nicht so erfolgreich agieren könnte.
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