Anzeige

AHGZ - Das Fachportal für Hotellerie und Gastronomie

Anzeige

Hotelboom an der Spree: Das Cosmo Hotel empfängt bereits seit Anfang des Jahres Gäste (Foto: Hotel)

Hotellerie

Bettenzahl wächst und wächst

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/10 vom 6. März 2010
von

BERLIN . Die Berliner Hotellerie zeigt sich optimistisch und hofft auf weiteres Wachstum: Denn erstmals könnte in diesem Jahr die magische Marke von 20 Mio. Übernachtungen fallen. Gleichzeitig eröffnen neue Häuser wie das Scandic am Potsdamer Platz oder das Tryp Hotel Mitte. Im Low Budget-Segment gehen das EasyHotel und das Motel One-Spittelmarkt an den Start.

Der Sättigungsgrad in punkto Hotelkapazitäten in Berlin ist aus der Sicht von DEHOGA-Hauptgeschäftsführer Thomas Lengfelder erreicht: „Fünf Prozent mehr Übernachtungen im vergangenen Jahr stehen neun Prozent mehr Hotelbetten gegenüber.“ Knapp 19 Mio. Hotelübernachtungen (Seite 47) verteilten sich auf mehr als 106.000 Betten in mehr als 730 Beherbergungsbetrieben. Kein Wunder also, dass im Zuge des daraus abzuleitenden Preiskampfs am Markt der Umsatz pro Zimmer um knapp 12 Prozent zurückging.

Nachfrage ungebrochen

Im Gegensatz zu vielen anderen krisengeschüttelten europäischen Hauptstädten brach in Berlin die Nachfrage nicht ein: „Mit 68,8 Prozent Auslastung liegen wir nur rund 1,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau“, weiß Thomas Lengfelder, der außer dem Preis einen weiteren wichtigen Grund hierfür nennt: „Wir verfügen im Vergleich zu anderen Hauptstädten über ein Spitzenangebot moderner Häuser in allen Kategorien.“

Und 2010 kommen weitere Hotels mit 3000 Zimmern dazu! Bereits Anfang Januar eröffnete das Cosmo Design Hotel seine Pforten am Spittelmarkt. Die Europe Hotels International-Gruppe aus Stuttgart betreibt hier ein Haus mit 84 Zimmern. Zwei Konferenzräume für bis zu 60 Personen, ein Fitness- und Sauna-Bereich komplettieren das Angebot. Mit Hoteldirektor Ronald Starke und Küchenchef Ottmar Pohl wurden zwei Routiniers engagiert.

Im Low-Cost-Segment feiert Anfang März das EasyHotel die Deutschland-Premiere: 125 Zimmer in bester Lage am Hackeschen Markt offeriert das Haus, das ebenso wie die Airline EasyJet zur EasyGroup gehört. Wie beim Billigflieger gilt: Je früher gebucht wird, desto günstiger der Preis! Die Buchung erfolgt ausschließlich übers Internet.

Nur wenige 100 Meter vom Alexanderplatz entfernt, eröffnet im Juli das Soho-Haus im historischen Ambiente: Das im Jahre 1928 errichtete Bauhaus-Gebäude steht heute unter Denkmalschutz. Entsprechend aufwändig gestaltet sich die umfangreiche 30 Mio. Euro teure Sanierung, die das Haus in einen exklusiven Privat-Club verwandeln sollen. Die gleichnamigen Häuser in London und New York standen Pate für die nicht minder luxuriöse Berliner Dependance. Zum Soho-Haus gehört das Hotel mit 40 großräumigen Zimmern in der dritten und vierten Etage inklusive Konferenz- und Wellness-Bereich.

Schwedisches Flaggschiff

Mitte September soll das Tryp Hotel Berlin Mitte in der Chausseestraße eröffnen. Der 3-Sterne-superior-Komplex bietet 229 Zimmer und Tagungsflächen für 120 Personen. „Das Tryp Berlin Mitte ergänzt das Angebot von Sol Meliá optimal“, erklärt Verkaufs- und Marketing-Direktor Markus Vergin. Mit dem 4-Sterne-superior-Hotel Meliá in der Friedrichstraße und dem 4-Sterne-Hotel Innside am Ostbahnhof sind dann alle drei Marken der Spanier in Berlin vertreten.

Am 1. Oktober steht das Scandic Hotel am Potsdamer Platz den ersten Gästen zur Verfügung: Mit 565 Zimmern, 20 Konferenzräumen sowie einem Ballsaal gehört das schwedische Vier-Sterne-Haus zu den fünf größten Hotels in der Hauptstadt. „Es ist unser Flaggschiff!“, unterstrich Scandic-Chef Frank Fiskers beim Richtfest des 110-Mio.-Euro-Projekts im Dezember. Gemeinsam mit Hoteldirektor Thomas Borsbach kümmern sich 240 Mitarbeiter um das Gästewohl. Dabei steht die Scandic-Philosophie „Stay smarter“ für die Umsetzung nachhaltiger Konzepte: So übernehmen die Schweden soziale Verantwortung durch den Einsatz von Fair Trade-Produkten sowie durch ressourcenschonende und behindertengerechte Infrastruktur im Haus. Für die Kreation von gesunden Menüs, die auch Kindern schmecken, engagierten die Skandinavier den britischen Starkoch Jamie Oliver.

Zwei neue Häuser schickt Motel One ins Rennen. Das Budget-Design-Hotel am Spittelmarkt mit 300 Zimmern eröffnet im Dezember. Dies gilt auch für das neue Flaggschiff-Hotel, das im Frühjahr 2011 am Hauptbahnhof eröffnet. Der Berliner Architekt Gernot Nalbach entwickelte eine moderne 20er-Jahre-Fassade für das 510-Zimmer-Haus. „Mit der Eröffnung des Motel One am Hauptbahnhof sind wir dann mit acht Hotels und 2200 Zimmern in Berlin vertreten“, bilanziert Motel-One-Pressesprecherin Ursula Schelle.

Themenalarm Kommentieren Drucken

Weitere Artikel aus Regional und Lokal vom 07.03.2010 :

Gastronomie: Junge Gourmets im Visier (07.03.2010)
Tourismus: Oberstdorf im Web 2.0 (07.03.2010)

Weitere Artikel zu den Themen:

,

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel