DEHOGA
BHG: Reduzierte Mehrwertsteuer muss bleiben
MÜNCHEN. Die Diskussion um den reduzierten Mehrwertsteuersatz flammt neu auf und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e.V. (BHG) bezieht Stellung.
Wenn in einer internationalen Branche wie der Hotellerie 22 von 27 EU-Staaten den reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Beherbergungsdienstleistungen anwenden, dann habe die Bundesregierung auf diesem Gebiet lediglich einen jahrzehntelangen Wettbewerbsnachteil beseitigt, so der Verband.
Wirkt wie ein Konjunkturpaket
„Zudem wirkt die Maßnahme wie ein Konjunkturpaket, denn das Gastgewerbe ist standorttreu, vergibt Aufträge bevorzugt an Handwerker und Zulieferer aus der Region und bietet allein in Bayern 310.000 Arbeits- und 16.000 Ausbildungsplätze flächendeckend im ganzen Land an“, erläutert BHG-Präsident Siegfried Gallus. „Wenn die Investitionsbereitschaft mit dieser Intensität anhält, werden auch die dadurch bedingten direkten Steuermindereinnahmen mittelfristig kompensiert werden“, so Gallus weiter.
Das Resümee des BHG-Chefs: „Auf politische Entscheidungen muss man sich verlassen können, ein Hüh und Hott in der Gesetzgebung würde den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig beschädigen.“
Bei der geplanten strukturellen Überprüfung der Mehrwertsteuersätze werde sich der BHG konstruktiv und intensiv in die Gespräche einbringen. Bestehende Nachteile für die Gastronomie sollten zudem schnellstmöglich beseitigt werden. red


