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Berlin

Blick in die Zukunft gerichtet

Zehn Jahre Raneburgers Remise im Schloss Glienicke gefeiert

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2004/47 vom 20. November 2004

BERLIN Sich in Berlin nach der Wende mit einem eigenen Restaurant zehn Jahre lang über Wasser gehalten zu haben, ist Vater und Tochter Raneburger eine Feier wert gewesen. Dazu hatten sie rund 350 Gäste in ihre Remise im Schloss Glienicke an der Nahtstelle zwischen Potsdam und Berlin eingeladen. Während Franz Raneburger wenig Zeit hatte, sich um die geladenen Personen zu kümmern, da sein Einsatz in der Küche verlangt wurde, war Geschäftsführerin Anja Raneburger um jeden Gast bemüht.

Nach dem Verkauf des Bamberger Reiter konzentrieren sich Vater und Tochter voll und ganz auf die im Grünen gelegene Ausflugs- und Tagungsgaststätte, auf das Veranstaltungs- und Cateringgeschäft sowie auf Kochkurs- Seminare. Letztere sind nach Themen gegliedert. So stehen beispielsweise in diesem Jahr (7. Dezember) Krustentiere und Fisch (Leseprobe und weitere Informationen zum Buch "Fisch"), Wild und Geflügel sowie Dessertspezialitäten auf dem Programm. Außerdem wird der Berliner Meister- und ehemalige Sternekoch Franz Raneburger immer wieder zu Einsätzen im Kanzleramt oder beim Bundespräsidenten angefordert. Auf diesen Säulen ruht das Unternehmen und hat damit zehn Jahre mehr oder weniger gut überstanden und bis zu 18 Festangestellte (Sommersaison) ernährt. Die Raneburgers blicken jedoch nicht zurück, sondern nach vorn auf die nächsten zehn Jahre, denn so lange währt noch ihr PachtvertragÜberlassung von Miet- und Pachtgegenständen gegen Entgelt auf eine bestimmte oder unbestimmte Zeit festgelegt sowie hinsichtlich der Rückgabepflicht eingeschränkt.
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. Von „Genuss ohne Reue“ spricht Anja Raneburger, bedauert jedoch zugleich, dass immer wieder Personalprobleme, Streitfälle vor dem Arbeitsgericht und Ähnliches wie auch Verwaltungskram, erst recht in einem denkmalgeschützten Bau (Schloss Glienicke gehört zur Stiftung Preußische Schlösser Gärten) die Arbeit so erschweren. „Wir würden uns viel lieber noch mehr um unsere Gäste kümmern“, sagt die junge Mutter, „und auch keinen Koch oder Kellner entlassen wollen, wissen wir doch, wie schwer es ist, PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
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zu bekommen, aber wir werden immer wieder durch die Umstände daran gehindert“. Und in dieser Hinsicht sehen Vater und Tochter düster in die Zukunft, weil es mit dem Schreib- und Behördenkram eher schlimmer wird, ist ihre Erfahrung. Der Nachwuchsförderung fühlt sich der Familienbetrieb nach wie vor verpflichtet: Erneut wurden in diesem Jahr zwei Refa- und zwei Koch-Azubis eingestellt, so dass bis jetzt insgesamt sieben Ausbildungsplätze geschaffen wurden.

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