Brandenburg Brandenburg kommt in Fahrt
Fahrradtourismus auf Wachstumskurs / Gutes Geschäft für Hoteliers / Mitgliedschaft bei Bett+Bike empfehlenswert
POTSDAM. Rauf aufs Rad und hinaus in die Natur. Für immer mehr Urlauber ist Frühlingszeit auch Radfahrzeit. Brandenburg ist für diese aktive Freizeitgestaltung prädestiniert. „Die einmalige Naturlandschaft mit ihren vielen Ragwegen bietet ideale Bedingungen für Tagesausflüge und Mehrtagestouren“, sagt Dieter Hütte, Geschäftsführer des TMB Tourismus-Marketing Brandenburg (TMB). Mit dem Drahtesel lässt sich zudem Kultur am Wegesrand entdecken, ein Konzert erleben oder zum Relaxen eine der zahlreichen Thermen ansteuern.
Zertifizierte Radwege
Seit 2010 konzentriert sich die TMB in ihrer Marketingarbeit auf den Radtourismus. Ziel ist es, potenzielle Gäste für die vielen radtouristischen Angebote sowie für das gut ausgebaute heimische, überregionale und zum Teil zertifizierte Radwegnetz zwischen Prignitz und Spreewald zu begeistern. Die Höhepunkte: Elbe-Elster-Radweg, Havelland-Radweg, Bischofstour, Spreewälder Gurkenradweg, Oderbahnbruch-Radweg, Märkische Schlössertour, Niederlausitzer Bergbautour und Otto-Lilienthal-Weg.
Außer guten Tourenplänen benötigen Radler auch Kost und LogisÜbernachtung. Übernachtungspreis ohne Frühstück.
weiter mit Mausklick.... Ines Klas, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Havelland, sagt, das Potenzial sei zwar da, noch gebe es aber nicht genügend gastgewerbliche Unternehmen, die sich auf die Bedürfnisse dieser Klientel eingerichtet haben. Radtouristen sind meist auf der Durchreise, brauchen einen Fahrradkeller und Reparaturmöglichkeiten, einen Trockenraum, gutes Kartenmaterial und ein reichhaltiges Frühstück.
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat mit seiner Offerte Bett+Bike landesweit entsprechende Angebote zusammengefasst, die auch für Brandenburger Beherbergungsbetriebe erfolgversprechend sind. Hier hat sich die Zahl der Bett+Bike-Unterkünfte von 59 in 2002 auf derzeit 382 erhöht. In diesem Jahr enthält die ADCF-Broschüre erstmals auch einen Extra-Gastronomieteil. „Der Fahrradtourismus ist für uns eines von mehreren wichtigen Standbeinen“, betont Detlef Zemlin, der mit Ehefrau Liane seit fünf Jahren in Ferchesar eine PensionBeherbergungsbetrieb, der sich durch ein eingeschränktes Dienstleistungsangebot von einem Hotel unterscheidet.
weiter mit Mausklick... mit 38 Betten betreibt. Das „Biker’s In“ in Strodehne ist seit einem knappen Jahr Mitglied. Geschäftsführerin Sabine Spiesmacher hat sich zur Teilnahme entschlossen, weil das Haus an der Strecke der überregionalen „Tour Brandenburg“ liegt.
Auch größere Hotels haben das Geschäft mit den Radtouristen entdeckt, die täglich pro Person 64,60 Euro ausgeben. Mit beachtlichen 63 Prozent profitiert vor allem das Gastgewerbe davon. Für die von Radio Antenne Brandenburg organisierte sechstägige Tour de Prignitz bietet das Hotel Ambiente in Bad Wilsnack das Doppelzimmer für 90 Euro zuzüglich eines Shuttleservices zum jeweiligen Etappenziel für alle Tage an. Im Hotel Alte Ölmühle in Wittenberge kostet dieser Service 39 bis 65 Euro sowie eine Transferpauschale von 54 Euro.
Radeln in der Großstadt
Selbst in einer Großstadt wie Berlin kommen Radler voll auf ihre KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
weiter mit Mausklick.... FreeBerlinTours bietet vier unterschiedliche Touren mit einem Stadtführer ab vier Teilnehmern an. Zu entdecken sind das alte Berlin mit klassischen Sightseeing-Zielen, neue Szeneviertel, der Mauerweg und die abendliche Metropole. Fast jedes Hostel vermietet inzwischen Räder. Und Nobelhäuser wie das Marriott und das The Ritz-Carlton haben mit A2B-Hybrid-Flitzern aufgerüstet. Marion Schlag

