AHGZ - Das Fachportal für Hotellerie und Gastronomie

Anzeige

Branchenpolitik

Brandenburg Q-Siegel zeigt, wer gut ist

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/51 vom 17. Dezember 2011
von  

BERLIN. Sterne, Hauben, Mützen – an kulinarischen Bewertungen mangelt es nicht. Im Fokus der Tester stehen allerdings mehr Feinschmecker-Tempel. Ein uriger Landgasthof oder ein attraktives Ausflugslokal haben relativ wenig Chance auf einen werbewirksamen Eintrag in die diversen Gourmet-Führer. Damit diese Locations nicht gänzlich unter den Tisch fallen, haben die Brandenburger ein flächendeckendes Prädikat ausgelobt, das inzwischen landesweit, und seit neuestem auch darüber hinaus, Furore macht.

Beispiel macht Schule

Was als Gütesiegel „Potsdamer Gastlichkeit“ 2004 an den Start ging, heißt ab jetzt „Brandenburger Gastlichkeit“ und weist auf der Plakette die jeweilige Destination und die Reiseregion aus. Die Aktion ist den Kinderschuhen längst entwachsen und wird erfolgreich kopiert. So hat Schleswig-Holstein die Qualitäts- und Marketinginitiative schon übernommen, Thüringen und Berlin wollen folgen. Bayern und Baden-Württemberg prüfen noch. In Vorbereitung der Fußball-EM im kommenden Jahr avancierte die sogar zum Exportschlager und fiel im ukrainischen Lviv auf fruchtbaren gastronomischen Boden.

WEITERE BILDER ZUM ARTIKEL

Das macht die Initiatoren stolz. , Restaurantbetreiber und Präsident des DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
weiter mit Mausklick...
Brandenburg, ist einer der Väter des vor sieben Jahren ins Leben gerufenen Qualitäts-Checks. Sofortige Unterstützung kam von Oberbürgermeister Jann Jacobs, bei dem sich Beschwerden von Touristen über mangelndes gastronomisches Engagement im Lande gehäuft hatten. Für Vollblutgastronom Kade Zeit zum Handeln. „Wir sind viel besser als unser Ruf. Doch das muss auch entsprechend kommuniziert werden,“ sagte er rückblickend. Dieter Hütte, Geschäftsführer der Tourismus Brandenburg GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
weiter mit Mausklick...
, war zunächst skeptisch, hat sich aber von den vielen Vorzügen des Siegels überzeugen lassen. Das Prädikat habe Potsdam und dem Land wichtige Impulse gebracht, sagte er. Für ihn ist es ein hervorragendes Instrument, um die touristische Binnennachfrage vor allem in Sachen Kulinarik anzukurbeln (siehe Kasten).

 
Befürworter, Teilnehmer und Initiatoren der Aktion: (von links) TMB-Geschäftsführer Dieter Hütte, Cecilienhof-Hoteldirektorin Ingrid Diwald und Gastronom sowie
DEHOGA-Brandenburg-Präsident Mario Kade. Das Restaurant Wirtshaus am See in Zeuthen (recht
DEHOGA-Präsident Kade, dessen Restaurant Zum Pfingstberg unlängst erneut zertifiziert wurde, nannte 25 Prozent als Ziel. Neben der Einordnung der jeweiligen LocationMeist außergewöhnlicher Ort für Feste, Filmaufnahmen sowie sonstige Veranstaltungen bzw.
weiter mit Mausklick...
in sechs verschiedene Kategorien – vom Restaurant über die Kneipe bis zum Hotel garni – helfen insbesondere die mehrseitigen den Betreibern, Vorzüge auszubauen und vorher nicht erkannte Schwachstellen zu beseitigen. So nutzt Ingrid Diwald, Direktorin des Relexa Schlosshotels Cecilienhof, die Testergebnisse stets für die Mitarbeiterschulung. Zu den wichtigsten Themenfeldern zählen zum Beispiel die Kommunikation mit dem Gast, das kulinarische Angebot, die möglichst mehrsprachige Gestaltung der Speise- und Getränkekarten, Kinderfreundlichkeit und BeschwerdemanagementUmgang mit Beanstandungen von Gästen, die meist durch kognitive Dissonanzen hervorgerufen wurden.
weiter mit Mausklick...
.

Prädikat ist zeitlich befristet

Sind von möglichen 100 Punkten mindestens 74 Punkte erreicht, wird in Kooperation mit den regional zuständigen Tourismusverbänden das Siegel auf Zeit in Form einer Plakette vergeben. Mit 200 Euro Teilnahmegebühr, DEHOGA-Mitglieder zahlen 150 Euro, ist es ein kostengünstiges Instrument zur Qualitätssteigerung, höheren Gästezahlen und einem besserem Geschäftsergebnis mit Umsatzsteigerungen zwischen 2 und 20 Prozent.

Die Aktion ergänzt den von Regionalköchen kreierten kulinarischen Wettbewerb „Brandenburg unter Dampf“ und ist eine gute Vorbereitung auf die Initiative „Servicequalität Deutschland“. Für die Zukunft hofft Hoteldirektorin Diwald „auf einen noch höheren BekanntheitsgradProzentualer Anteil potenzieller Kunden oder Gäste, die eine Leistung, eine Marke oder ein Unternehmen kennen.
weiter mit Mausklick...
des Prädikats bei den Gästen“. Daran werde gearbeitet, versicherte Mario Kade, der sich wie auch Potsdams Oberbürgermeister Jacobs, das Siegel „deutschlandweit“ wünscht.

ThemenalarmKommentierenDrucken
Auch interessant

Spargel lockt Gäste an

Bei Spargelfreunden und Genießern haben die Spargeltage Gerauer Land mittlerweile schon einen festen Platz im Terminkalender. mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

Weitere Artikel zu den Themen:

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel

Anzeige