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Tourismus

Brandenburg-Tourismus punktet mit klarem Profil und Qualität

11. März 2010

POTSDAM/BERLIN. "Die Vermarktung des Reiselandes Brandenburg über touristische Themen hat sich bewährt. Es sind die klar profilierten Premiumprodukte Natur und Kultur, mit denen Brandenburg am Markt punktet. Zudem präsentiert sich das Land über Themen geschlossener als attraktives Urlaubsziel, als dies über die Vermarktung vieler kleiner Reiseziele möglich gewesen wäre. Die Gäste haben diese klare Ausrichtung honoriert. Das belegen die beachtlichen Steigerungsraten bei Ankünften und Übernachtungen der vergangenen Jahre und das stabile Ergebnis des Jahres 2009."

Diese Bilanz der brandenburgischen Landestourismuskonzeption 2006-2010 (LTK) zog Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers  auf der Internationalen Börse (ITB) in Berlin. Zugleich kündigte er an, dass Brandenburg im kommenden Jahr eine neue Tourismuskonzeption vorlegen werde. An deren inhaltlicher Gestaltung werde ressortübergreifend seit Februar gearbeitet.

Die LTK 2006-2010 ist die Grundlage der brandenburgische Tourismuspolitik, auf der sich die Entwicklung der vergangenen vier Jahre vollzogen hat. Durch deren insgesamt erfolgreiche Umsetzung sei das Reiseland Brandenburg heute im Wettbewerb gut positioniert, sagte Christoffers. "Doch wie beispielsweise die krisenbedingten aktuellen Entwicklungen im Geschäftsreisetourismus zeigen, verändern sich die Rahmenbedingungen im touristischen Wettbewerb ständig. Ziel der neuen Konzeption ist es daher, die touristischen Themen neu zu gewichten und intelligent weiterzuentwickeln", sagte der Minister. So sieht Christoffers beispielsweise gute Perspektiven in der weiteren Vernetzung des Radtourismus mit dem maritimen Tourismus.

Besonderes Augenmerk müsse zudem auf eine stetige Verbesserung der Qualität der touristischen Produkte und Dienstleistungen gerichtet werden. "Mit der Initiative 'ServiceQualität Deutschland', die durch brandenburgisches Engagement maßgeblich mit gestaltet worden ist, steht hier ein wertvolles Instrument für das touristische Qualitätsmanagement zur Verfügung", lobte der Minister das Engagement der Tourismusakademie Brandenburg. Zudem würdigte er die Anstrengungen des brandenburgischen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Brandenburg) zur weiteren Qualitätssteigerung im Gastgewerbe. Das Wirtschaftsministerium unterstützt seit November 2009 das vom DEHOGA entwickelte Marketing- und Qualitätsinstrument "Brandenburger Gastlichkeit". Damit werde insbesondere der Gastronomie ein schneller Einstieg ins Qualitätsmanagement ermöglicht.

"Künftig werden wir Förderung noch stärker als bisher an die Einhaltung von Qualitätskriterien binden", kündigte Christoffers an. Vom Frühjahr an sollen in Brandenburg neue Regelungen bei der touristischen Förderung gelten. So werde bei der gewerblichen Förderung neben den deutschlandweit etablierten Qualitätssiegeln und Klassifizierungen - wie dem Gütesiegel "ServiceQualität Deutschland", der Sterneklassifizierung bei Hotels, dem wassertouristischen Informationssystem "Gelbe Welle" oder der Qualitätsmarke "Bett & Bike" für radlerfreundliche Betriebe - auch das Thema Barrierefreiheit eine größere Rolle spielen.

"Ein wichtiges Kriterium für ein hohes Qualitätsniveau stellen zudem gut ausgebildete Fachkräfte dar", betonte Minister Christoffers. "Dies muss auch in Zukunft so bleiben! Deswegen werden unsere neuen Richtlinien auch die Azubi-Quote eines Unternehmens berücksichtigen."

"Durch die mit den touristischen Spitzenverbänden abgestimmte Umstrukturierung bei der Förderung können wir passgenau auf die Bedürfnisse der Branche eingehen", erklärte Christoffers. Auch bei der Erarbeitung der neuen Landestourismuskonzeption setze er auf enge Zusammenarbeit mit den touristischen Spitzenverbänden sowie den Unternehmen. "Ziel ist, entsprechend der aktuellen Tourismus-konzeption wieder eine gemeinsame Strategie zu entwickeln, mit der sich Landesregierung, Verbände und touristischen Leistungsträger in Brandenburg gleichermaßen identifizieren können und bei deren Umsetzung alle an einem Strang ziehen", hob der Minister hervor. red

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