Bremen E-Zigaretten geraten unter Beschuss
Gesundheitssenatorin will gesetzliches Rauchverbot auf das elektrische Paffen ausdehnen
BREMEN. Bremens Gesundheitssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) ist auf Konfrontationskurs zu der zunehmenden Verbreitung von E-Zigaretten gegangen. Sie behauptet: „Von nikotinfreien Lösungen für E-Zigaretten und von den E-Zigaretten selbst können erhebliche gesundheitliche Risiken ausgehen. Dabei kommt es allerdings auf den Einzelfall an.“ Für die Verfechter der Nichtraucherschutzgesetze ist der Umgang mit E-Zigaretten heikel. Denn oft fehlen klare Regelungen zu dieser Frage, so auch im Bremischen Nichtraucherschutzgesetz. Die Senatorin ist jedoch dafür, dass das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie auch auf elektronische Zigaretten ausgedehnt werden sollte.
Zugleich räumt die Politikerin ein, dass es bisher keine belastbaren wissenschaftlichen Untersuchungen zu den möglichen Schäden durch E-Zigaretten gibt. Renate Jürgens-Pieper: „Es ist also derzeit nicht möglich, abzuschätzen, inwieweit elektronische Zigaretten die Innenraumluft belasten und damit nicht nur die Anwender, sondern auch andere anwesende Personen gefährden.“
Davon unabhängig hält es die Senatorin aber für „sehr problematisch“, wenn etwa in der Gastronomie außerhalb von Raucherbereichen E-Zigaretten konsumiert werden würden. Das laufe der bisher erreichten Akzeptanz für die Nichtraucherschutz-Bestimmungen zuwider, so das Kabinettsmitglied. Thomas Klaus
